Grenzgängerin Penka: Kuh wird doch nicht getötet

Kurioser geht es nicht: Weil eine Kuh unerlaubt die EU-Grenze überschritt, sollte sie sterben. Dieses Schicksal wurde nun abgewendet.
Eine Kuh namens Penka machte Anfang Juni internationale Schlagzeilen. Sie ist in Bulgarien zuhause, knapp an der serbischen Grenze. Das sollte sie in große Schwierigkeiten bringen. Eines Tages graste sie auf der falschen Seite der Grenze und wanderte dabei unabsichtlich aus der Europäischen Union aus.

Todesurteil?

Penka wurde zwei Wochen später von einem serbischen Landwirt zurückgebracht. Ivan Haralampiev, der Besitzer der Kuh, freute sich zunächst.

Doch dann kam die tragische Wende. Weil Penka - auch noch trächtig - die EU-Außengrenze überschritten hatte, hätte sie nicht zurückkehren dürfen. Das gebieten die strengen Regeln bezüglich des Transports von Nutztieren.

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Der Kuh drohte als Konsequenz die Schlachtung. Ihr Besitzer bat im bulgarischen TV darum, sie zu verschonen. Fast zwei Wochen musste der Bauer zittern, bis am Montag die Entwarnung kam.

Eine Sprecherin der bulgarischen Agentur für Nahrungsmittelsicherheit bestätigte, dass Penka doch nicht geschlachtet wird.

Kein Einzelfall

Die Aktivisten von "VIER PFOTEN" in Bulgarien weisen im Zusammenhang mit dieser absurden Geschichte darauf hin, dass Penka kein Einzelfall ist. Im Grenzbereich zwischen Bulgarien und Serbien würden täglich Dutzende Tiere aus der EU ein- und auswandern. "VIER PFOTEN"-Sprecher Yavor Gechev hofft, dass dieses Gesetz nie exekutiert wird und eine Lösung gefunden werden kann. (red)

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