Von vielen verehrt, von einigen gehasst: 2019 war unumstritten das Jahr der Greta Thunberg. 2020 steht dem Klimaschutz ein entscheidendes Jahr bevor.
Sie ist erst 16 Jahre alt und wurde zum Gesicht der globalen Umweltschutzbewegung: Greta Thunberg prägte mit ihrer "Fridays for Future"-Bewegung das Jahr 2019 wie keine andere.
Für einige ist die Schwedin ein Weltstar, andere halten ihre Forderungen für völlig daneben. Wie steht es nun um den Klimaschutz? Der Ausstoß von Kohlendioxid hat weltweit 2019 wieder zugenommen. Welche Maßnahmen werden im neuen Jahr erwartet?
"2020 wird für EU und Welt entscheidendes Jahr im Kampf gegen den Klimawandel", erklärt Grünen-Politikerin Monika Vana. Wissenschaftler fordern eine Trendwende bei Emissionen. Das Pariser Abkommen von 2015 wird wirksam. Das bedeutet, dass alle Mitgliedsstaaten dieses Abkommens ihre nationalen Klimaschutzziele überprüfen und möglichst erhöhen sollen.
Eines der Ziele in der globalen Erderwärmung lautet, möglichst unter 2 Grad zu kommen. Auch für den Abbau der Treibhausgase wird 2020 ein wichtiges Jahr. Ziel ist eine Senkung von 20 Prozent.
Auch Österreich muss sich im Klimaschutz mehr anstrengen. Im Climate Change Performance Index (CCPI) der Umweltorganisation Germanwatch liegt Österreich auf Rang 38.
"Die Europawahl 2019 war eine Klimawahl. Dass wir Grüne die Wahlgewinner dieses Jahres waren, gibt unseren Forderungen in Österreich und der EU den nötigen Rückhalt in der Bevölkerung, den wir für eine Klimapolitik ohne Wenn und Aber brauchen. Jetzt ist schnelles Handeln nötig, um die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Alle Gesetzes- und Budgetvorschläge in der EU müssen auf ihre Klimarelevanz geprüft werden", sagt Vana.
Der vergangene Klimagipfel in Madrid verlief enttäuschend. Der Gipfel wird 2020 in Glasgow stattfinden. Dort sollen alle wichtigen Details des Pariser Vertrages endgültig abgesegnet werden. Das Klimagesetz, das Kommissionspräsidentin von der Leyen für März 2020 angekündigt hat, muss dafür konkrete und ehrgeizige Maßnahmen beinhalten, meint Vana.
"Sämtliche klimaschädlichen Investitionen der EU sind sofort zu beenden. Gleichzeitig fordern wir, das EU-Budget an die Pariser Klimaziele zu binden und die Hälfte des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFF) in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren", so die Grünen-Politikerin.