Griechenland liefert türkische Offiziere nicht aus

Nach dem Scheitern des Putschversuchs in der Türkei ist acht Offizieren die Flucht per Helikopter nach Griechenland gelungen. Nun können die Soldaten aufatmen, der höchste Gerichtshof in Griechenland hat die von der Türkei geforderte Auslieferung abgelehnt.

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei ist acht Offizieren die Flucht per Helikopter nach Griechenland gelungen. Nun können die Soldaten aufatmen, der höchste Gerichtshof in Griechenland hat die .

Als der Putschversuch im Sand verlief, fürchteten die Soldaten um ihr Leben. Daher flüchteten die acht Offiziere nach Griechenland. Sie landeten am 16. Juli mit einem Hubschrauber im Norden Griechenlands und suchten um politisches Asyl an. "Wenn wir zurück in die Türkei geschickt werden, sind wir in Lebensgefahr", sagten die Militärangehörigen gegenüber "Spiegel Online".

Die türkische Regierung fordert die Auslieferung der Männer. Diese behaupten jedoch, nichts mit dem Putsch zu tun zu haben. Sie seien Piloten von Such- und Rettungshubschraubern und hätten sich nichts zuschulde kommen lassen.

Die Geflohenen müssen nicht zurück in die Türkei, denn der griechische höchste Gerichtshof lehnte den Auslieferungsantrag in letzter Instanz ab.

Die Causa ist heikel, denn die türkisch-griechischen Beziehungen gelten als angespannt. Die Zypern-Frage ist noch immer ungelöst, die Insel ist seit 1974 in einen griechischen und einen türkischen, international nicht anerkannten Teil gespalten. Innenpolitisch hätte eine Entscheidung der Richter zugunsten einer Auslieferung für Zündstoff gesorgt, weil das als Einknicken vor Recep Tayyip Erdogan verstanden hätte werden können.

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