Auf Griechenlands Straßen hat es sich vorerst "ausgegoogelt". Es gilt nun Fotografier-Verbot für die mit Kameras ausgestatteten Autos, die für den Dienst Street-View Straßenzüge abbilden. Dieser Aktion liegen Datenschutzbedenken zu Grunde.
In den letzten Wochen hat es bereits in vielen Ländern vermehrt Diskussionen über den Straßen-Foto-Dienst Google Street View gegeben. In Großbritannien soll das zur Verfügung gestellte Bildmaterial sogar schon zu Scheidungen geführt haben, da Ehemänner beim Fremdgehen oder in Bordellen ertappt wurden. Das Land, in dem einst das trojanische Pferd erfunden wurde, ist noch skeptischer. Griechenland greift hart durch und gewährt Google vorerst keine Erlaubnis, Fotos zu knipsen.
Obwohl die Gesichter von Menschen und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden, ist die griechische Datenschutzbehörde Data Protection Autority (DPA) von Googles Datenschutzmaßnahmen nicht überzeugt. Maßgeblich sind die Fragen, was mit den Originalfotos passiert und auf welche Weise dargestellte Personen oder Autos anonymisiert werden. Außerdem fordert die DPA als Ergänzung zur Kennzeichnung der Google-Autos in der Öffentlichkeit getätigte Ankündigungen, wenn gefilmt wird.
Österreich bereits im Visier
Die Google-Autos waren auch bereits in Österreich unterwegs und wurden in Wien, Graz und Innsbruck gesichtet. Der Dienst "Street View" ist auf maps.google.at abrufbar. Wie es funktioniert, sehen Sie im beigefügten Video.