Griechenland verteidigt hartes Vorgehen an Grenze

Die griechische Polizei geht an der EU-Grenze mit Wasserwerfern gegen Migranten und Flüchtlinge vor.
Die griechische Polizei geht an der EU-Grenze mit Wasserwerfern gegen Migranten und Flüchtlinge vor.Bild: picturedesk.com/APA
Der griechische Vize-Migrationsminister Koumoutsakos hat das Vorgehen seines Landes gegenüber Migranten an der Grenze zur Türkei verteidigt.

"Das, was wir erleben, ist eine Gefahr für unsere nationale Sicherheit und die der europäischen Grenzen", sagte der griechische Vize-Migrationsminister Georgios Koumoutsakos der deutschen Zeitung "Welt am Sonntag".

"Es ist ein schmaler Grat"

"Wir mussten eine Balance finden zwischen internationalen Gesetzen und dem Schutz unserer Grenzen. Das ist ein schmaler Grat. Aber ich denke, es ist uns gelungen, eine angemessene Lösung zu finden", erklärte der griechische Regierungsvertreter weiter.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Küstenwache seines Landes angewiesen, Boote mit Flüchtlingen und Migranten an der Überfahrt nach Griechenland zu hindern.

Erdogan will Flüchtlinge stoppen

Auf "Anordnung des Präsidenten" werde keine Erlaubnis zum Überqueren der Ägäis mehr erteilt, teilte die Küstenwache am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Zur Begründung verwies sie auf die "Gefahren" der Überfahrt.

Die Küstenwache stellte zugleich klar, dass das neue Vorgehen in der Ägäis keinen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik darstelle. Die Türkei hindere weiterhin keine Flüchtlinge und Migranten daran, das Land auf eigenen Wunsch zu verlassen. Die Anordnung beziehe sich nur auf die Überfahrten durch die Ägäis.

Erdogan hatte am Samstag vergangener Woche die Grenzen seines Landes zur EU für Migranten für offen erklärt. Daraufhin hatten sich Tausende zur Grenze begeben. Griechenland drängte sie mit Härte zurück, was Menschenrechtler scharf kritisieren.

Am Freitag gingen Tausende in Wien auf die Straße und forderten "Öffnet die Grenzen!" in der Türkei-Griechenland-Krise.

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