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"Größte Naturkatastrophe" der Geschichte erfasst Slowen

Auch in Slowenien werden die Einsatzkräfte nur allmählich Herr über die Lage. Am Sonntag galt der Fokus dem Kampf gegen die enormen Wassermassen. 

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    Auch in Slowenien kämpft man mit den Wassermassen.
    Auch in Slowenien kämpft man mit den Wassermassen.
    extremwetter.tv / Bernd März

    Nicht nur im Süden Österreichs ist und bleibt die Situation nach den sintflutartigen Regenfällen angespannt. Auch in Slowenien herrschen weiter Sorgen wegen möglicher Erdrutsche. Zwar gingen die Wasserpegel an den Flüssen teils zurück oder blieben stabil. Aber auch dort mach die hohe Bodenfeuchtigkeit Erdrutsche derzeit wahrscheinlicher, warnte der Geologische Dienst Sloweniens nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur STA am Sonntag. Er rief die Bevölkerung auf, stärker auf Veränderungen am Boden, an Gebäuden und an Hängen zu achten. Viele Menschen blieben weiter in provisorischen Notunterkünften.

    500 Millionen Euro Schaden

    Dem slowenischen Ministerpräsident Robert Golob zufolge habe das Adria-Land "die wahrscheinlich größten Schäden durch eine Naturkatastrophe in der Geschichte des (seit 1991) unabhängigen Sloweniens" erlitten. Der Gesamtschaden werde voraussichtlich 500 Millionen Euro übersteigen, schätzte er. Beschädigt sei vor allem die Straßen- und Energieinfrastruktur sowie Hunderte Wohngebäude.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte Slowenien Hilfe zu. Die Schäden im Land seien "herzzerreißend", twitterte sie. Darüber wollte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic, am Samstag mit der Regierung in Ljubljana beraten.

    Damm droht zu brechen

    Nach den heftigen Unwettern in Slowenien ist am Samstagabend ein Damm zum Schutz vor Hochwasser im Osten des Landes gebrochen. Betroffen sei die Anlage am Fluss Mur bei Dolnja Bistrica, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Insgesamt zehn Ortschaften seien gefährdet. Dort seien Evakuierungsmaßnahmen im Gange. Um wie viele Menschen es sich handelte, war zunächst unklar.

    "Wir haben den absolut notwendigen Schritt der Evakuierung unternommen, weil dies die einzige Maßnahme ist, um mögliche Opfer zu verhindern", sagte der Katastrophenschutzkommandant Srecko Sestan. "Wenn das Wasser anfängt, den Boden wegzutragen, wird der Damm sofort einstürzen, und die Flutwelle wird neun oder zehn Dörfer erfassen." Man versuche nun, per Helikopter den Staudamm mit Betonblöcken abzudichten, sagte er weiter. 

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