Schüler fünf Stunden gefangen

Großalarm! Elitepolizei umstellte Schule in Lübeck

Wegen einer "Bedrohung" herrschte an einer Schule in Lübeck am Dienstag Großalarm. Das Sondereinsatzkommando der Polizei gab am Nachmittag Entwarnung.

Newsdesk Heute
Großalarm! Elitepolizei umstellte Schule in Lübeck
An einer Schule in Lübeck (Deutschland) rückten am Morgen SEK-Kräfte an (SYMBOLBILD).
Lennart Preiss / dpa / picturedesk.com

Großalarm an einem Schulzentrum im norddeutschen Lübeck. Gegen 11 Uhr am Vormittag rückten Elitepolizisten an der Emil-Possehl-Schule an. Die schwerbewaffneten Einsatzkräfte durchsuchten mehrere Stunden lang das Gebäude, wie die "Lübecker Nachrichten" berichteten.  Die Schülerinnen und Schüler verschanzten sich währenddessen in verschlossenen Klassenzimmern – dort mussten sie fast fünf Stunden ausharren.

Der genaue Grund für den Einsatz an der Schule im norddeutschen Schleswig-Holstein ist weiter unklar. "Es gab den Hinweis einer Bedrohungslage vor Ort", erklärte Ulli Fritz Gerlach, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck, am Vormittag. Um welche Art von Bedrohung es sich handelt, wollte der Polizeisprecher laut "Lübecker Nachrichten" nicht sagen.

Polizei spricht von "Bedrohungslage"

Einige Schülerinnen und Schüler, die während des Vorfalls gerade in ihrer Freistunde waren, zeigten Bilder von schwer bewaffneten Polizisten, die in der Schule unterwegs waren. Sie seien besorgt, wüssten aber auch nichts Genaueres, hieß es. Auch umliegende Straßen seien gesperrt worden. Neben den Eliteeinheiten waren laut Medienberichten 30 Streifenwagen vor Ort. Wie ein "NDR"-Reporter berichtete, war die Stimmung äußerst angespannt. Besorgte Eltern wurden in einer nahegelegenen Veranstaltungshalle in Lübeck versorgt.

"Für die Notdurft hatten wir ein Waschbecken"

Am Nachmittag gab die Polizei Entwarnung: Bei Durchsuchung des Schulzentrums seien "keine Hinweise auf eine Gefährdung gefunden" worden. Nach Ende der Durchsuchung wurden die betroffenen Schülerinnen und Schüler evakuiert. "Um 10.45 Uhr etwa kam die Lautsprecherdurchsage des Direktors, dass wir uns in den Klassen einschließen sollen. Für die Notdurft hatten wir ein Waschbecken. Erste Stunde hatten wir schon etwas Angst und haben uns überlegt, was wohl passiert sein könnte. Aber dann hörten wir auch die Polizei und haben einfach gewartet, dass wir raus können", erklärte der 22-jährige Lasse Eddebüttel gegenüber den "Lübecker Nachrichten".

Auf dem Gelände der Schule befindet sich neben der Emil-Possehl-Schule auch die Friedrich-List-Schule. Bei beiden Schulen handelt es sich um sogenannte berufsbildende Schulen, in denen die Berufsschule, das Berufliche Gymnasium und die Fachoberschule zusammen untergebracht sind.

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    Auf den Punkt gebracht

    • Elitepolizei umstellt Schule in Lübeck nach Bedrohungslage
    • Schülerinnen und Schüler verschanzen sich in ihren Klassenzimmern, während die Polizei die Lage prüft und das Gebäude umstellt
    • Eltern können ihre Kinder in einer nahegelegenen Sammelstelle treffen
    red
    Akt.
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