Großfeuer am Donnerstag in Hofstetten-Grünau (St. Pölten). Ein Wirtschaftsgebäude und ein angrenzendes Haus brannten bis auf die Grundmauern nieder. 17 Rinder und 40 Hühner verendeten im Stall hilflos. Das Wohngebäude und der Nachbarhof konnte dank des großartigen Zusammenspiels der Feuerwehren gerettet werden.
Ein lauter Knall riss Familie L. aus dem Pielachtal gegen zwei Uhr aus dem Schlaf. Als die Bäuerin (30) ins Freie eilte, stand das Wirtschaftsgebäude bereits lichterloh in Flammen. Währenddessen riss Hofbesitzer Reinhard L. (34) die übrigen vier Familienmitglieder aus dem Schlaf und verständigte die Feuerwehr.
Die herbeigeeilten Einsatzkräfte hatten mit den Flammen schwer zu kämpfen. Der Wind machte uns zu schaffen. Der Nachbarhof und das Wohnhaus waren vom Feuer akut bedroht. Es galt, diese Gebäude mit allen Mitteln zu verteidigen, erklärt Kommandant Walter Bugl (49).
Für 17 Rinder und 40 Hühner kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Halle brannte bereits zu stark, außerdem bestand Einsturzgefahr. Somit waren die armen Viecher nicht mehr zu retten, so der Kommandant betroffen.
201 Florinanijünger kämpften stundenlang, um die Feuersbrunst unter Kontrolle zu bringen. Zwei Traktoren und eine Rundballenpresse wurden ebenfalls Raub der Flammen. Das Wirtschaftsgebäude samt Stall und altem Wohnhaus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden dürfte über eine halbe Million Euro betragen.
Die Feuerwehren waren den ganzen Donnerstag mit Nachlöscharbeiten beschäftigt - verletzt wurde niemand. Das neue Wohnhaus der Familie konnte gerettet werden. Die enorme Hitze richtete zwar leichte Schäden an, aber diese Nacht kann die Familie schon wieder in ihrem Haus verbringen, so Walter Bugl.
Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet.
Joachim Lielacher