Großdemo zieht am Wochenende über MaHü und Ring

Tausende Menschen demonstrierten schon vergangene Woche in Wien gegen den ÖVP-Kurs in Sachen Afghanistan.
Tausende Menschen demonstrierten schon vergangene Woche in Wien gegen den ÖVP-Kurs in Sachen Afghanistan.leo
Ein breites Bündnis an Organisation ruft zu einer Großdemonstration unter dem Motto "Nein zu Taliban! Jetzt Menschen aufnehmen! #WirHabenPlatz" auf.

Zahlreiche Organisationen rufen für Freitag, 17 Uhr, zu einer Demonstration für die Aufnahme schutzsuchender Menschen aus Afghanistan auf, die die bisher größte ihrer Art werden soll. Das Motto lautet dabei ""Nein zu Taliban! Jetzt Menschen aufnehmen! #WirHabenPlatz"".

Vom Treffpunkt am Christian-Broda-Platz (Westbahnhof) wird die Route die Mariahilfer Straße entlang stadteinwärts führen. Auf halbem Weg geht es die Neubaugasse hinauf bis zur Burggasse, anschließend beim Volkstheater über die Zweierlinie zum Platz der Menschenrechte und anschließend über den Ring zum Heldenplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

69 Prozent für Aufnahme

Als Anlass nimmt man die immer noch harte Linie der österreichischen Regierung, die innerhalb der Europäischen Union eine Ausnahme darstellt und für viel Kritik sorgt. Von Seiten der Minister wird hingegen darauf verwiesen, dass Österreich bereits mehr Afghanen aufgenommen habe als kaum ein anderes Land und lieber auf Hilfe vor Ort setzt. Eine Umfrage von "W24" hat hingegen ergeben, dass unter den 16- bis 30-Jährigen 69 Prozent für eine Aufnahme von Flüchtlingen wäre und nur 20 Prozent dagegen.

Zur Demo rufen neben der Plattform für eine menschliche Asylpolitik unter anderem auf: Die Petitions-Plattform aufstehn, die Volkshilfe, ZARA, SOS Balkanroute, die Junge Generation der SPÖ und die Diakonie. "Österreich darf Zivilisten die Hilfe nicht verwehren. Genau jetzt ist die Zeit, Solidarität zu zeigen und gefährdete Menschen im Rahmen einer geregelten Aufnahme die Einreise nach Österreich zu ermöglichen", sagt etwa Sima Mirzai von der Interessengemeinschaft der afghanischen Studierenden und Schülern.

Die Kernforderungen umfassen eine Öffnung der Grenzen, insbesondere Frauen und Kindern Schutz zu gewähren, einen Abschiebestopp und die rasche Abwicklung von Asylverfahren. Der Politikwissenschaftler und Soziologe Dawlat Dawlatyar fordert: "Allen afghanischen Flüchtlingen sollte Asyl gewährt werden, da dies die einzige Möglichkeit für ihr Überleben ist."

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