Unglaubliches Finale in der Wiener Stadthalle! Underdog Frances Tiafoe begeisterte die lautstarken Fans mit Zaubertennis, den Titel schnappte sich aber doch mit Alexander Zverev der Top-Favorit. Der Deutsche besiegte den US-Amerikaner mit 7:5 und 6:4.
Der Sensationsfinalist aus Amerika versuchte wieder mit seinen Show-Elementen die Halle auf seine Seite zu ziehen. Zwar glückten "Big Foe" auch ein paar Kunststücke, die Big Points schnappte sich aber zunächst der Deutsche.
Zverev klopfte schon im zweiten Game am Break an, gelungen ist es ihm dann zum 3:1. Tiafoe überraschte allerdings mit einem sensationellen Return mit dem Re-Break zum 3:2, der haushohe Favorit leistete sich zu viele Unforced Errors. So glich der US-Boy zum 3:3 aus, zeigte teils unglaubliche Schläge.
Zverev konnte sich überhaupt nicht auf die unkonventionelle Spielweise von Tiafoe einstellen, vergab aber auch entscheidende Chancen. Der Underdog wehrte sich mit Händen und Füßen, am Ende gehörte der hart umkämpfte erste Satz dann doch Zverev nach 46 Minuten mit 7:5.
Mit der Satzführung im Rücken wurde auch die Brust von Zverev immer breiter, doch Tiafoe brachte die Halle zum Auszucken. Der Amerikaner ließ den Deutschen mit seiner frechen Spielweise teilweise verzweifeln. Zverev hatte Tiafoe am Rande des Breaks, der 23-Jährige zog in einem Acht-Minuten-Game aber mit einem krachenden Ass zum 3:3 den Kopf aus der Schlinge.
Tiafoe spielte sich immer mehr in den Kopf von Zverev, der sogar einen Breakball abwehren musste. Die Halle stand Kopf, bei fast jedem Punkt des Außenseiters gab's mittlerweile Standing Ovations.
Am Ende setzte sich aber die individuelle Qualität durch, mit dem Break zum 6:4 sicherte sich Zverev den ATP-500-Titel in Wien.
Zverev streute seinem Gegner Rosen: "Er spielt gerade unglaublich gutes Tennis, er kann bald Top-10 stehen. Das Niveau hier war wirklich Weltklasse. Wenn er Spaß hat auf dem Platz ist er sehr gefährlich. Ich bin sehr froh, dass ich das Turnier gewonnen habe. Der Rest ist mir jetzt relativ egal."