Einen Großalarm gab es am Samstag für die Feuerwehren rund um Unterstockstall. Bei einem Pferdebetrieb war das Heulager aus unbekannten Gründen in Brand geraten. Bei der ersten Alarmierung war seitens der Feuerwehr von einem Schuppenbrand ausgegangen worden, der dann zu einem "Brand eines landwirtschaftlichen Betriebes" und damit auf die höchste Alarmstufe B4 hochgestuft wurde.
Somit rückten alle Wehren der direkten Umgebung zum Löscheinsatz aus. Dabei mussten sie sich zumindest nicht um die Pferde kümmern, denn diese waren glücklicherweise zum Zeitpunkt des Brandausbruches auf der Koppel. Jedoch musste ein Mitglied der Eigentümerfamilie mit Verdacht auf eine bei ersten Löschversuchen zugezogene Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden.
Der Erstangriff der Feuerwehren kam keine Minute zu früh. Im letzten Augenblick konnte ein Überschlag der Flammen vom Heu auf das Stroh oberhalb der Stallungen und damit ein noch größeres Feuer verhindert werden. "Erfahrungsgemäß sind solche Brände sehr langwierig, weil schon abgelöscht scheinendes Material weiterglost und wieder in Flammen gerät. Daher musste der Schuppen zunächst mittels Frontlader und dann mit dem Gemeindebagger völlig leergeräumt werden. Dazu war eine große Anzahl an Atemschutzgeräteträgern nötig", berichtet die Kirchberger Feuerwehr vom Einsatz.
Nach rund zwei Stunden hatte sich die gröbste Aufregung gelegt und die ersten Einheiten konnten ihr Material zusammenpacken. Die örtliche Feuerwehr übernahm die Nachkontrolle des Objekts und der Heureste, um ein neuerliches Aufflammen zu verhindern.