Wie vom Erdboden verschluckt ist seit über einer Woche der geistig kranke Gewalttäter Johann S. alias "Horror Hans". Der Steirer kam nach einem Ausgang vom Pflegeheim nicht mehr zurück, "Heute" berichtete. Jetzt gibt es eine österreichweite Großfahndung von der Polizei.
Wie vom Erdboden verschluckt ist seit über einer Woche der geistig kranke Gewalttäter Johann S. alias "Horror Hans". Der Steirer kam nach einem Ausgang vom Pflegeheim nicht mehr zurück, berichtete. Jetzt gibt es eine österreichweite Großfahndung von der Polizei.
Alarm in Vasoldsberg (Steiermark): Vergangenen Mittwoch ist Johann S. nicht mehr von einem Ausgang zurückgekommen. Österreichweit wird jetzt nach "Horror Hans" gesucht. Am Donnerstag veröffentlichte die Polizei ein Fahndungsfoto.
Der Gesuchte ist 1,75 Meter groß, hat etwa 90 Kilo, blonde, grau melierte Haare und Geheimratsecken. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er mit einem hellblauen T-Shirt, einer kurzen, beigen Hose und Turnschuhen bekleidet.
Warnung des Bürgermeisters
Es wird vermutet, dass sich Johann S. in einem Wald rund um Vasoldsberg aufhält. Der Bürgermeister der Gemeinde schickte bereits eine Warnung an die Eltern aus . "Sie sollen Kinder nicht alleine in den Wald gehen lassen."
Hinweise bitte an: Landeskriminalamt Steiermark, 059133/60 3333.
Geiselnahme
Der Steirer sorgte für Schlagzeilen, weil er 2009 in seiner Wohnung in St. Marein eine Geiselnahme vortäuschte und drohte, das Haus in die Luft zu sprengen.
Nach der vorgetäuschten Geiselnahme in St. Marein wurde "Horror Hans" als nicht zurechnungsfähig erklärt und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingeliefert. Kurze Zeit später floh er aus der Nervenklinik, erst zwei Monate später fand man den Steirer in einem Wald bei Fronleiten. Der geistig verwirrte wurde nach Wien verlegt: Doch dort gab es wieder Probleme: Er wollte ein Psychiaterin als Geisel nehmen und verletzte eine Justizwachebaamtin mit einer selbst gebastelten Stichwaffe lebensgefährlich. Ein Gutachten bescheinigte eine paranoide Psychose.
Daraufhin wurde er in die Sonderanstalt Göllersdorf (Niederösterreich) eingeliefert. Er absolvierte zahlreiche Therapien und galt als freundlicher Mensch. Nach einem weiteren Gutachten wurde Johann S. in eine Pflegeeinrichtung in der Steiermark gebracht. Dort wurde er auf seine Freilassung Ende Juni 2016 vorbereitet.