Grüne: "Familienland bunkert Mio. € an Elternbeiträgen"

Mit einfachen Tricks lässt sich auch im Alltag viel Geld sparen.
Mit einfachen Tricks lässt sich auch im Alltag viel Geld sparen.Getty Images/iStockphoto
Das Familienland NÖ bunkert über sechs Millionen Euro an Geldern von Familien aus NÖ. Die Grünen kritisieren den Geldpolster in der Krise scharf.

Die Familienland GmbH, eine Tochter des Landes NÖ, hortete Ende 2019 über sechs Millionen Euro an Geldern von den Niederösterreichischen Familien. Das geht aus einem aktuellen Rechnungshofbericht hervor.

"Geld aus Elternbeiträgen"

„Viele Familien brauchen jetzt in der Krise dringend Unterstützung. Stattdessen liegen Gelder in einer ausgelagerten GmbH, was vom Rechnungshof zurecht als nicht wirtschaftlich und zweckmäßig gesehen wird. Diese Mittel fehlen bei jenen, die in der Krise ihre Jobs verloren haben oder Betreuung für ihre Kinder benötigen“, sagt Georg Ecker, Sprecher der Grünen NÖ in Wirtschaftsangelegenheiten.

Die Gelder sollen übrigens zum Großteil aus Elternbeiträgen der schulischen Tages- und Ferienbetreuung stammen. „Es kann nicht sein, dass hier Gelder der Familien gebunkert werden, anstatt für Hilfen in der Krise verwendet zu werden“, sagt Georg Ecker weiter.

Viertel Million für Zeitschrift

Auch sonst stellt der Rechnungshofbericht ein vernichtendes Zeugnis für die Familienland GmbH und das Land NÖ aus. Für die Zeitschrift Familienzeit würden etwa über 200.000 Euro ausgegeben, obwohl die Kommunikation auch online ablaufen könnte. Es würden Zielvorgaben für die Familienland GmbH seitens des Landes NÖ fehlen und es gäbe massive Ungereimtheiten bei Vergaben im Projekt „Schulhöfe und Spielplätze“. „Diese Missstände gehören umgehend abgestellt“, fordert Ecker.

Das sagt Familienland

„Als Kooperationspartner der NÖ Gemeinden unterstützt die NÖ Familienland GmbH im Rahmen der schulischen Tagesbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zur Bedeckung eines Ausfallrisikos und um eine ordnungsgemäße Auszahlung der Gehälter an die Dienstnehmer/-innen mit 319 Freizeitpädagogen, die für unsere Familien und über 6.000 Kinder Tagesbetreuung in ganz Niederösterreich durchführen, garantieren zu können, sind im Rahmen einer ordentlichen Geschäftsgebarung Rücklagen erforderlich. Gerade im vergangen Jahr haben sich im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie diese Rücklagen als Absicherung zur weiteren Bezahlung der Gehälter und Erhaltung der Arbeitsplätze als vorausschauend und richtig erwiesen. Selbstverständlich nehmen wir die Kritik des Landesrechnungshofes zur Kenntnis und für kommende Budgets wurde eine noch genauere Berücksichtigung der Zuschüsse vereinbart“, so Geschäftsführerin Barbara Trettler.

Landtagsabgeordneter Georg Ecker, Bildungs- und Wirtschaftssprecher der Grünen NÖ 
Landtagsabgeordneter Georg Ecker, Bildungs- und Wirtschaftssprecher der Grünen NÖ Die Grünen NÖ
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