"ÖVP will einen Lockdown, die Grünen sind am Ende"

 GJ-Bundessprecherin Naomi Sametinger (links)
GJ-Bundessprecherin Naomi Sametinger (links)Picturedesk
Die Grünen "sehr nervös", die ÖVP im "Kriegsmodus": Glaubt man der grünen Parteijugend, knirscht es in der Koalition. Stoytchev dementiert das.

"Es gibt keinen Grund, Österreich zu feiern", postete die grüne Jugend (GJ) am Nationalfeiertag – garniert mit Hundekot-Foto und dem Hashtag #Heimatliebe. Wenig später war das Posting wieder gelöscht. Grund laut GJ-Bundessprecherin Naomi Sametinger: ein Gespräch mit der Grünen-Geschäftsführerin Angela Stoytchev.

Kot-Posting der grünen Jugend
Kot-Posting der grünen JugendFacebook

"Ich hab‘ mit der Angela geredet, die ist auch sehr verständnisvoll, aber gleichzeitig sind die sehr nervös, weil die ÖVP im kompletten Kriegsmodus ist", schrieb Sametinger an die Landessprecher. "Wir haben uns dann beraten und uns darauf geeinigt, dass wir da nicht allzu viel Angriffsfläche bieten wollen … Die ÖVP will einen Lockdown und die Grünen sind da ziemlich am Ende und entsprechend nervös." "Sobald das wieder möglich ist", wolle man sich "ausführlicher mit dem Thema Nation auseinandersetzen". Da habe man einen "Bildungsauftrag".

Stoytchev ist baff

Kritik solle aber "intern geäußert" werden, so Sametinger weiter. Grünen-Chef Kogler wollte das Schreiben auf Anfrage nicht kommentieren. Stoytchev ist "baff": "Ich habe weder Frau Sametinger noch sonst jemandem gegenüber derlei Aussagen getätigt", sagt sie zu "Heute": "Sie entsprechen auch nicht meinem Wissensstand oder meinem Eindruck."

Das Posting hat Folgen: Die FP-Jugend bringt Anzeige wegen "Herabwürdigung des Staates" ein.

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