Grüne wünschen sich, dass 40 % der Kinder geimpft sind

Zu Impfungen gegen Keuchhusten wird dringend geraten. Für Säuglinge wird sie im Rahmen der Sechsfach-Impfung im dritten, fünften und zwölften bis vierzehnten Lebensmonat empfohlen und ist gratis.
Zu Impfungen gegen Keuchhusten wird dringend geraten. Für Säuglinge wird sie im Rahmen der Sechsfach-Impfung im dritten, fünften und zwölften bis vierzehnten Lebensmonat empfohlen und ist gratis.(Bild: kein Anbieter/iStock)
Um angesichts der Grippewelle das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, wollen die Grünen die Durchimpfungsraten drastisch erhöhen.

Die vergangene Grippesaison wütete mit "hunderttausenden Fällen und über 1000 Influenza-Toten", so Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen im Parlament. Dass nur zehn Prozent der Bevölkerung geimpft sind, ist ihm ein sichtbarer Dorn im Auge. Ebenso Grippe-Hotspots, wie etwa eine Schule in Innsbruck, wo bis zu 250 Schüler erkrankten.

Um dem entgegenzuwirken, fordert er eine Durchimpfungsrate "etwa ab 40 Prozent", denn nur so könne man die Krankheit deutlich eindämmen. Dabei gilt natürlich die 'Devise je mehr, desto besser'. Kinder und Jugendliche spielen dabei als Erkrankte sowie Überträger eine Schlüsselrolle, weswegen man die bundesweite Impfung für alle bis zum 15. Lebensjahr kostenlos anbiete.

Auch andere Impfungen wichtig

Influenza sei dabei nicht die einzige Krankheit, gegen die verstärkt geimpft werden soll. So konnten etwa auch die Masern noch immer nicht vollständig ausgerottet werden. Hauptproblem ist dabei die zweite Impfung, zu der nur noch 81 Prozent der Kinder geschickt werden. Für Herdenimmunität notwendig wären allerdings 95 Prozent.

Auch die Fälle von Keuchhusten sind in letzter Zeit wieder deutlich gestiegen. Kostenlos ist hingegen auch die HPV-Impfung gegen verschiedene Krebsarten für alle zwischen neun und zwölf Jahren. Eine allgemeine Impfflicht soll es allerdings nicht geben. Man setze hier stattdessen auf die Schaffung von Anreizen, bessere Informationssysteme sowie automatische Erinnerungen an Auffrischungsimpfungen. Die Zahl der hartgesonnenen Impfgegner sei ohnehin gering, so Schallmeiner.

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