Steiermark

Grüne zahlen 1.000 Euro für diese gebrauchte Hose

Ein drohender Rechtsstreit kostete drei Grazer Jungunternehmerinnen teures Geld. Nun sprangen die Grünen in die Bresche und halfen dem Trio aus.
Clemens Pilz
10.02.2022, 20:30

Ein kleiner Grazer Second-Hand-Laden wurde quasi über Nacht bundesweit bekannt – der Hintergrund: Weil eine Hose im Webshop so ähnlich hieß, wie ein markenrechtlich geschütztes Produkt, bekamen die Inhaberinnen Diana Ranegger, Johanna Kohlenberger und Clarissa Kober Post von einer Anwaltskanzlei. Diese drohte mit einer Klage, was bei einem Prozess im Ausland enorme Geldmengen verschlungen hätte. Die Modehändlerinnen hatten daher keine Wahl, konnten sich aber schließlich mit Hilfe eines Juristen auf eine Zahlung von 1.000 Euro und die Umbenennung der Hose einigen.

Abmahnen hat offenbar System

Seit das Trio diese Geschichte auf Instagram publizierte, griffen mehrere Medien die Story auf und auch in der Modeszene fanden die Geschehnisse Gehör. "Wir haben sehr viel Rückmeldung bekommen, dass das auch anderen kleineren Betrieben passiert", so Ranegger (26) zu "Heute". "Es gibt anscheinend größere Firmen, die darauf spezialisiert sind, die kleinen abzumahnen." An die Öffentlichkeit sei man gegangen, um auf die Problematik hinzuweisen und zu verhindern, dass andere Händler in die gleiche Falle tappen.

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Grüne übernehmen Kosten

Ein kleines Trostpflaster: Auch bei den steirischen Grünen wurde man auf die Geschichte aufmerksam – und entschloss sich, zu handeln. Die Landtagsabgeordneten Alexander Pinter und Sandra Krautwaschl suchten die Modehändlerinnen in ihrem Geschäft in der Volksgartenstraße auf und übernahmen die Zahlung von 1.000 Euro. 

Auf den Anwaltskosten bleibt das Trio freilich sitzen. Und die Hose? Die wurde unter anderem Namen verkauft. Für 39 Euro.