Grünen-Politikerin stirbt nach Fahrrad-Unfall in Bayern

Katja Husen (Bündnis90/DieGrünen) auf einem Foto aus dem Jahr 2019.
Katja Husen (Bündnis90/DieGrünen) auf einem Foto aus dem Jahr 2019.Markus Scholz / dpa / picturedesk.com
Die Bestürzung unter den Hamburger Grünen ist riesig. Eine ihrer Weggefährtinnen, Katja Husen, ist im Alter von nur 46 Jahren tödlich verunglückt.

Die deutsche Politikerin ist an den Folgen eines schweren Unfalls im Rahmen des 29. Rosenheimer Radmarathon in Bayern ums Leben gekommen. Husen war während des Rennens am Sonntag nahe dem Sudelfeld bei Bayrischzell in einer Kurve zu Sturz gekommen.

Zwar hatte die 46-Jährige einen Helm getragen, doch auch dieser konnte offenbar schwerste Kopfverletzungen nicht mehr verhindern. Per Rettungshubschrauber wurde die 46-Jährige noch in ein Spital geflogen, doch dort erlag sie nach langem Kampf am Dienstag ihren Verletzungen.

"Herz am rechten Fleck"

"Katja Husen wurde buchstäblich aus dem Leben gerissen. Ihr viel zu früher Tod macht uns fassungslos", heißt es laut "TAG24" in einer Stellungnahme der Grünen Landesvorsitzenden Maryam Blumenthal (37). "Noch vor ein paar Tagen hat sie voller Begeisterung von dem geplanten Radmarathon erzählt, auf dem sie am Wochenende den tödlichen Unfall hatte."

02.10.2004: Der frisch gewählte Bundesvorstand der deutschen Grünen. Mit dabei auch Katja Husen (2.v.r.)
02.10.2004: Der frisch gewählte Bundesvorstand der deutschen Grünen. Mit dabei auch Katja Husen (2.v.r.)Urban, Marco / SZ-Photo / picturedesk.com

Katjas Energie hätte für drei gereicht, sie war voller Lebenslust und Empathie. Sie hat besonders auf diejenigen geschaut, die nicht genug gesehen und nicht gehört werden in unserer Gesellschaft, und es war ihr ein großes Anliegen Ungerechtigkeiten systematisch aufzulösen", so die Grünen in ihrem Nachruf weiter. "Wir verlieren einen sehr klugen, kämpferischen Menschen mit dem Herz am rechten Fleck und eine gute Freundin".

Familien-Mensch

Husen hatte sich rund 25 Jahre für die Umweltpartei in verschiedenen Funktionen engagiert. 2019 war sie für den Posten der Bezirksamtsleiterin in Eimsbüttel angetreten, doch bekam von der Koalition aus CDU und Grüne drei Stimmen zu wenig. Nachdem sie so abgeblitzt war, wurde es politisch ruhiger um die Deutsche.

Aber auch abseits der Partei wird man Husen vermissen. Die geprüfte Diplom-Biologin war zuletzt auch Geschäftsführerin des Zentrums für Molekulare Neurobiologie (ZMNH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sie hinterlässt eine 15-Jährige Tochter und ihren Lebensgefährten.

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