Grüner Gemeinderat wechselt in St. Pölten zu den Roten

Stadler (li.) mit seinem Neuzugang Hippmann.
Stadler (li.) mit seinem Neuzugang Hippmann.SPÖ St. Pölten
Die St. Pöltner SPÖ präsentierte am Montag einen Neuzugang im Gemeinderat: Mit Markus Hippmann wechselt ein ehemaliger Grüner zu den Roten.

Von September 2016 bis März 2020 war Markus Hippmann der einzige Gemeinderat für die Grünen im St. Pölter Gemeinderat. Sein Steckenpferd waren die Themen Begrünung, erneuerbare Energie und öffentlicher Verkehr. Nachdem er die letzten Monate als "Fraktionsloser" im Gemeinderat tätig war, wird er sich in der nächsten Gemeinderatssitzung der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei anschließen.

"Nachdem ich jahrelang ein Einzelkämpfer war freut es mich ab jetzt in einem erfolgreichen Team mitarbeiten zu können. Ich freue mich sehr darauf mit meiner Expertise in den Bereichen Ökologie und Nachhaltigkeit nun die Fraktion des Bürgermeisters Stadlers zu unterstützen und meine Erfahrung aus der Oppositionsarbeit einbringen zu können, um gemeinsam für St. Pölten zu arbeiten", so Markus Hippmann.

Bürgermeister Matthias Stadler zeigt sich erfreut über den Neuzugang in seinem Team: "Wir verstärken die grüne Handschrift der SPÖ St. Pölten. Schon jetzt legen wir viel Wert auf die Schaffung von neuem qualitativ hochwertigem Grünraum. Markus Hippmann ist eine St. Pöltner Persönlichkeit mit bemerkenswerter Expertise und bemerkenswerten Engagement zu grünen Themen. Der Wechsel ist auch ein Zeichen für die Offenheit und Breite in dem Team der SPÖ St. Pölten, das St. Pöltner und St. Pöltnerinnen unter dem Ziel vereinen St. Pölten noch lebenswerter zu gestalten."

Grüne neu formiert

Indes präsentierten die Grünen am Montag ihr Team für die bevorstehende Gemeinderatswahl am 24. Jänner. Dort haben die Grünen einiges aufzuholen. Denn in keiner anderen Landeshauptstadt sind sie derart schwach vertreten wie in St. Pölten. 2016 reichte es gar nur für 2,7 Prozent und ein einziges Mandat im Gemeinderat, seit der damaliga Spitzenkandidat Hippmann vor einigen Monaten die Partei verließ und das Mandat mitnahm, sind die Grünen überhaupt nicht mehr vertreten. 2021 will man nun unter der Leitung von Parteisprecherin Christina Engel-Unterberger aufholen.

Sie wurde für die kommende Wahl einstimmig auf Platz 1 gewählt. Hauptberuflich ist Engel-Unterberger als Dozentin an der FH St. Pölten tätig, zuvor war sie Geschäftsführerin der Bundesjugendvertretung in Wien. Nun wird sie die Grünen als Spitzenkandidatin in diesen Wahlkampf führen. "Ich freue mich sehr darauf, unsere Ideen für ein gutes Leben in dieser Stadt aktiv vorantreiben zu können. Vielen Dank für das Vertrauen", erklärt Engel-Unterberger und führt zu den inhaltlichen Schwerpunkten aus: "Wir Grüne stehen dafür, dass St. Pölten seine Verantwortung für Klimaschutz ernst nimmt. Wir haben das Ziel, dass in dieser Stadt alle Wege bis 2030 ohne Auto zurückgelegt werden können. Wir tragen zu einer lebendigen Demokratie in dieser Stadt bei und setzen uns vehement für ernstgemeinte Beteiligungsmöglichkeiten ein."

Rückenwind bekommt Engel-Unterberger von Paul Purgina auf Platz 2. "Ich werden eine starke Stimme für ein junges, modernes und nachhaltiges St. Pölten sein", erklärt der 29-jährige Politikwissenschafter und Kleinunternehmer. Auf Platz 3 folgt Natascha Hausmann mit den Schwerpunkten Soziale Gerechtigkeit und Bildung, gefolgt von Walter Heimerl-Lesnik auf Platz 4, der sich insbesondere für die Themen (Rad-)Verkehr und Stadtplanung einsetzen wird. Rebecca Pöck, Physiotherapeutin, wurde auf Platz 5 gewählt, gefolgt von Fabian Schindelegger auf Platz 6.

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