Angesiedelt ist das neue Supergrätzl zwischen Gudrunstraße, Leebgasse, Quellenstraße und Neilreichgasse. Geplant sind viel Begrünung und Verkehrsberuhigung. Gemeinsam mit Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Bezirksvorsteher Markus Franz (SPÖ) und Neos-Planungssprecherin Selma Arapović fand ein symbolischer Spatenstich statt.
"Auf dieses Grätzl im Herzen Favoritens wartet eine großartige Verwandlung. Die intensive Pilotphase hat bereits aufgezeigt, wieviel Potenzial für mehr Aufenthaltsqualität und Begrünung es hier gibt. Ich freue mich, dass all das nun zur Realität wird und bedanke mich beim Bezirk für die Bereitschaft, Wiens erstes Supergrätzl gemeinsam mit uns zu gestalten", so Planungsstadträtin Ulli Sima.
Schon seit 2022 wird die neue Verkehrsorganisation in einer Pilotphase getestet. Einbahnen wurden umgedreht, es gab farbliche Bodenmarkierungen und mehr Aufenthaltsräume im Freien. Im Sommer 2023 lud man außerdem zu einem bunten Programm, bei dem Anrainer ihre Wünsche und Vorschläge einbringen konnten und das Vorhaben bereits vor Ort testen konnten. Die Bauarbeiten sind nun für zwei Phasen geplant, die erste startet im Oktober 2023 und dauert etwa ein Jahr, die zweite folgt im Anschluss.
"Das erste Supergrätzl Österreichs, das hier als Pilotprojekt im Zehnten entsteht, zeigt einmal mehr, dass Favoriten ein dynamischer Bezirk mit vielen innovativen Projekten ist. Für die Anwohner und Nutzer wird es künftig mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit sowie weniger Verkehr geben. Jetzt geht es Schritt für Schritt in die Umsetzung", freut sich auch Bezirksvorsteher Franz.
Kern des Supergrätzls ist die vollstänfdige Unterbindung des Durchzugverkehrs. Mit sogenannten Diagonalfiltern soll der Verkehr an Kreuzungen im Supergrätzl wieder auf die Hauptstraßen abgeleitet werden. Zufahren bleibt aber weiterhin möglich. Als Diagonalfilter dienen umfunktionierte Betonringe, die auf der Donauinsel als Abfallbehälter im Einsatz waren.
Geplant sind außerdem 62 neue Bäume und insgesamt 94 Grünflächen. In den Kreuzungsbereichen sind 17 neue Mikrofreiräume geplant, die zum Verweilen und Spielen einladen. Sie bekommen außerdem Vernebelungsanlagen, Wasserspiele und eine helle Pflasterung, damit sie sich im Sommer nicht so stark erhitzen. Der Gehsteigbereich vor dem städtischen Kindergarten in der Gudrunstraße wird verbreitert und mit Sitzmöbeln aufgewertet. Rund um die Mittelschule Herzgasse wird es in der zweiten Bauphase eine permanent gestaltete Fußgängerzone geben.
Schon seit der Pilotphase ist auf fast allen Straßen des Supergrätzls das Radfahren gegen die Einbahn möglich. Mit dem Auto kann man zu- und abfahren, Hauseingänge und Garageneinfahrten bleiben weiterhin erreichbar. Auch Ladezonen und Stellplätze für Menschen mit Behinderungen bleiben erhalten. Das neue Supergrätzl soll auch international eine Benchmark in Sachen smarter Stadtteilplanung werden.