Der Linzer Finanz-Stadtrat Johann Mayr (SPÖ) sieht in den aktuellen Grundstücksankäufen und -verkäufen (32 Millionen Euro im laufenden Jahr) wichtige Impulse zur Stadterneuerung. Die Linzer ÖVP wittert Vermögensabbau!
Tatsächlich wurden innerhalb der vergangenen fünf Jahre Grundstücke und Liegenschaften im Gesamtwert von 668 Millionen an die 2005 gegründeten stadteigenen Immobiliengesellschaften (ILG, ILG Co KEG) übertragen.
Die Schaffung beider Immobilienfirmen in Stadtbesitz hätte steuerrechtliche Vorteile: Bisher seien rund 20 Millionen Euro an Mehrwertsteuer eingespart worden. Umgekehrt entwickelten sich beide Linz-Immobilienfirmen zu kommunalpolitischen Lenkfaktoren: Durch Haus- und Grundstücksankäufe (allein heuer wurden bereits 27,67 Millionen Euro aufgewendet) werde die Aufwertung von Stadtteilen (Neustadt, Neue Welt, Tabakfabrik) durch Kindergärten, Seniorenzentren, Wohnungen und Kultureinrichtungen beschleunigt.
Verkauft wurden heuer Grundstücke für knapp vier Millionen Euro.