Grüne für 8,50 Mindestlohn, bieten selbst aber nur 8

In der Woche vor der Nationalratswahl schicken alle Parteien Tausende Wahlhelfer aus. Die meisten "flyern" ehrenamtlich, sind Parteimitglieder. Einige wenige erhalten 8-10 Euro pro Stunde. Bei "Heute"-Recherchen aufgeflogen: Eine zumindest peinliche Panne bei den Grünen.

In der Woche vor der Nationalratswahl schicken alle Parteien Tausende Wahlhelfer aus. Die meisten "flyern" ehrenamtlich, sind Parteimitglieder. Einige wenige erhalten 8–10 Euro pro Stunde. Bei "Heute"-Recherchen aufgeflogen: Eine zumindest peinliche Panne bei den Grünen.

"Unterstütze die Grünen", heißt es in einem jobwohnen.at-Inserat. Aufgaben: Verteilen von Infomaterial. Gehalt: 8 Euro pro Stunde. Noch präziser auf careesma.at: "8 Euro pro Stunde (Brutto)". Dabei findet sich im Grünen- Wahlprogramm die Forderung nach einem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.

Wein predigen, Wasser ausschenken? Damit konfrontiert und nach interner Prüfung heißt es von den Ökos: Die Firma, die für die Wiener Grünen Wahlhelfer sucht, hat falsche Angaben gemacht. "Montagfrüh wird das sofort korrigiert." Egal, was inseriert wurde, kein Wahlhelfer werde weniger als Euro 8,50 erhalten.

Und bei den anderen Parteien? Die SPÖ gibt an, dass allein in Wien rund 5.000 Aktivisten ehrenamtlich unterwegs sind. Extra-Personal sei kaum nötig – und wenn, dann zahle man 10 Euro. Die ÖVP spricht von 1.500 Freiwilligen – zusätzlich zu Tausenden Funktionären. Geld fließe nicht.

Manko: Der Wirtschaftsbund bietet unbezahlte Praktika. Die FPÖ hat als einzige Partei keine Angaben gemacht. Fürs BZÖ sind 800 Wahlhelfer unterwegs, 40 bekommen 10 Euro pro Stunde. NEOS geben 6.000 Ehrenamtliche an, Team Stronach 1.000. Die Grünen sind genau: 2.650 Freiwillige, 300 Parteiangestellte, 70 von Ländern engagiert, 110 via Agenturen beschäftigte Zettelverteiler

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