Gruppenvergewaltigung: Sechs Schüler angeklagt

Bild: Lisi Niesner
Die Jugendlichen sollen eine 15-jährige Mitschülerin gehalten, begrabscht und mit den Fingern penetriert haben. Bisher bekannte sich keiner der Angeklagten schuldig.
Ein aufsehenerregender Prozess hat am Donnerstag am Grazer Straflandesgericht begonnen. Sechs Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren müssen sich wegen Vergewaltigung und geschlechtlicher Nötigung verantworten. Sie sollen eine Mitschülerin gehalten, begrapscht und mit den Fingern penetriert haben. Mindestens drei derartige Vorfälle soll es 2015 gegeben haben. Das Opfer vertraute sich erst nach Monaten einer Betreuerin an.

Ermittlungen hatte es gegen weitaus mehr Jugendliche gegeben, wegen mangelnder Beweise konnten aber nicht alle Verdächtigen angeklagt werden. Im Vorfeld hatten alle sechs beschuldigten Schüler die Taten geleugnet und sich die Vorwürfe gegenseitig in die Schuhe geschoben.

Die Verteidiger der Burschen verwiesen laut APA darauf, dass das Opfers eine Aussagen mehrmals deutlich geändert habe und manche Zeugenaussagen nur Vermutungen seien. Manche Beschuldigten hätten über ihren Rechtsbeistand angekündigt, sich geständig zu verantworten. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, ein Urteil wird frühestens am Freitag erwartet.

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