41 Jahre nach dem ersten GTI-Treffen am Wörthersee ist ein Stück österreichischer Automobilgeschichte genau das – nämlich Geschichte. Die Gemeinde Maria Wörth will künftig keine Tuningtreffen mehr veranstalten. Ein Fixpunkt im Kalender von Automobilfans in Österreich und Europa fällt damit in Zukunft aus.
Hintergrund sind Umstände, die bereits seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert werden: Im Rahmen des Treffens kam es immer wieder zu Ausschreitungen, Vandalismus und Umweltverschmutzung. Die Vor- und Nachteile des Treffens für die Region lagen auf der Hand: Einerseits brachte das Autotreffen touristische Wertschöpfung, andererseits gab es Beschwerden wegen Lärmbelästigung und Ausschreitungen.
Nun hatte die Ursprungsgemeinde des GTI-Treffens genug. Nachdem bereits die letzten drei Jahre Corona-bedingt ins Wasser fielen, wurde am Nachmittag von der Gemeinde Maria Wörth das endgültige Aus für die Veranstaltung verkündet.
"Der enorme Teilnehmeranstieg über die Jahre hat immer deutlicher die Grenzen des möglichen Wachstums und der Belastbarkeit unserer Gemeinde aufgezeigt. Zahlreiche Begleiterscheinungen des Automobilevents haben zu zunehmender Kritik und abnehmender Akzeptanz des jährlichen Treffens geführt", heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Gemeinde.