Nach einem Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala sind nach vorläufigen Angaben des Zivilschutzes am Sonntag 25 Menschen getötet worden. Darunter befindet sich auch ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes. Zudem habe es rund 300 Verletzte gegeben, teilte die Regierung des lateinamerikanischen Landes auf Twitter mit. Etwa eine Million Menschen seien von dem Ausbruch des Volcan de Fuego (Feuervulkan) betroffen.
Im Netz waren Bilder von Bewohner rund um den 3700 Meter hohen Berg zu sehen, die von Feuer und Lava flüchteten. Über dem Gebiet südwestlich der Hauptstadt breitete sich eine riesige Rauch- und Aschewolke aus.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums mussten mehrere Menschen mit Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht werden. Darunter waren auch mindestens sechs Kinder, wie das Ministerium auf Twitter mitteilte. Der Flughafen von Guatemala-Stadt musste wegen Ascheregens auf der Landebahn geschlossen werden, wie die Flugbehörde DGAC zudem mitteilte.
Seit 2002 immer wieder aktiv
Wie der Katastrophenschutz mitteilte, handelte es sich um den schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre. In vier Departments des mittelamerikanischen Landes gingen Asche und Gestein nieder. Die Rauchwolken waren bis in einer Höhe von sechs Kilometern über dem Meeresspiegel zu sehen.
Der Feuervulkan hatte bereits Ende Mai einen Schlammstrom ausgespuckt, wie das Institut für Seismologie und Vulkanologie Guatemalas auf seiner Homepage mitteilte. Bereits seit 2002 zeigt der Vulkan demnach immer wieder kräftige Aktivität. Historische Aufzeichnungen über Ausbrüche des Feuervulkans gehen dem Institut zufolge zurück bis in das Jahr 1531. (roy/sda)