Gucci verkauft Männerkleid gegen toxische Maskulinität

Gucci Liberty
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Das Modehaus will mit dem orangefarbenen Karo-Kleid inlusive Schleife ein Zeichen gegen toxische Maskulinität setzen.

Der Look sieht aus wie direkt aus den 90ern und doch ist er auch 2020 eher ein Novum: Gucci verkauft auf seiner Website ein Kleid für Männer. Das Kleid ist aus Baumwolle mit orangem Karomuster, Knöpfen in Perlmutt-Optik, einer passenden Schleife und Peter-Pan-Kragen. Das Model trägt dazu eine Jeans mit Löchern, Sneakers, Beanie und eine schwarze Umhängetasche.

Das Label schreibt zum Kleid auf seiner Webseite: "Inspiriert von den Grunge-Looks der 90er gestylt mit destroyed Jeans, zeigt dieser Schottenkaro-Kittel mit zarten Farben die Idee von Fluidität, die schon für die Herbst/Winter-Kollektion 2020 ergründet wurde, um toxische Stereotypen, die die maskuline Gender-Identität formen, zu zerreißen."

Tatsächlich erinnert der Look auch an Kurt Cobain in seinen ikonischen Blumenkleidern:

Gender-Rollen brechen

Dass Gucci gerade jetzt mit einem Kleid für Männer kommt, ist nicht überraschend. So widmete sich das Modehaus mit dem Gucci MX-Projekt schon Anfang des Jahres mit einer non-binären Kollektion der Mission, Gender-Stereotypen herauszufordern.

Mit toxischer Maskulinität sind traditionelle Gender-Rollen gemeint, die Männer schon seit frühester Kindheit prägen. Etwa, dass Jungs nicht weinen oder dass Männer dominant sein sollen. Gucci will diese Ansichten nun herausfordern und Männer mit dem Kleidungsstück dazu ermutigen, es dem Modehaus gleich zu tun.

Die Kleider, die alle ausschließlich in der Einheitsgröße 40/L verfügbar sind,  gibt es ab 1.300 Euro.

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