Wirtschaft

Günstige Sonnencremes schützen am besten

Der Verein für Konsumenteninformation hat Sonnenschutzmittel getestet: Die billigsten sind die Besten. Dafür sind manche Sprays brandgefährlich.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:58

Wer seine Outdoor-Aktivitäten ohne schmerzhafte Hautrötungen und Sonnenbrand genießen möchte, kann auf Sonnenschutz nicht verzichten. Einen Test von 14 Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor (30-50) veröffentlicht der Verein für Konsumenteninformation (VKI) jetzt in der aktuellen Ausgabe seines Monatsmagazins Konsument.

Getestet wurden Sonnenmilch, Lotions, Gels, Cremes und Sprays. Das Ergebnis: Alle Präparate gewährleisten guten UV-Schutz. Allerdings gaben Wasserfestigkeit und Brandgefahr Anlass zur Kritik.

Insgesamt konnte die Qualität der getesteten Sonnenschutzmittel überzeugen; kein Präparat wurde schlechter als „gut" bewertet.

Billig ist am besten

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Die besten Sonnenschutzmittel waren auch die günstigsten. Die Sonnenmilch "Spar Sunkiss" mit Lichtschutzfaktor 30 siegte vor der Sonnenmilch classic "Hofer Ombia Sun", dem Ultra Sensitive Sonnencreme-Gel "dm Sundance Med" und dem "Douglas Sun Lotion sensitive", die alle ex aequo auf dem zweiten Platz landeten. Die Sonnenschutzmittel von Spar, Hofer und dm kosten zwischen 1,52 Euro und 3,30 Euro pro 100 Milliliter, nur das Douglas-Produkt ist mit acht Euro pro 100 ml etwas teurer.

Auffällig waren die Preisunterschiede im Vergleich zu den deutschen Nachbarn. Die meisten Produkte sind in Deutschland erheblich günstiger.

Nachcremen bleibt unverzichtbar

Kritisiert würde von den Testern die Auslobung der Präparate als „wasserfest" bzw. „wasserresistent". So beworben werden dürfen Produkte bereits, wenn sie nach 2 x 20 Minuten Baden noch 50 Prozent der ursprünglichen Schutzleistung bieten. Das vermittelt dem Kunden eine trügerische Sicherheit, denn durch den Aufenthalt im Wasser und beim Abtrocknen kann ein erheblicher Teil der Schutzwirkung verloren gehen. Das Nachcremen nach dem Bad bleibt also unverzichtbar.

Vorsicht bei Sonnenschutzsprays: Stichflammen möglich

Viele Sprays enthalten Alkohol und sind zum Teil extrem leicht entflammbar. „Beim Einsprühen mit Sonnensprays sollte man darauf achten, dass sich nicht gerade jemand nebenan eine Zigarette anzündet und genügend Abstand zu Kerzen, Grill oder Lagefeuer einhalten", sagt Birgit Schiller, Projektleiterin beim VKI. "In unserem Brandtest ließen sich mit einigen Sprays beachtliche Stichflammen erzeugen. Diese Produkte in der in der Nähe von offenem Feuer zu verwenden kann gefährlich sein und nicht bei allen Fabrikaten ist dies auf den erstem Blick zu erkennen".

(GP)