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3-facher Vater löschte Familie in 2 Minuten aus

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:15

Nach dem Vierfach-Mord in Gunzenhausen (Bayern) wurden neue Details zu der Bluttat veröffentlicht. Georg K. schnitt seiner Frau und seinen drei Kindern die Kehle durch.

In einer Wohnung im deutschen Gunzenhausen hat die Polizei am Dienstag vier tote Personen gefunden - "heute.at" berichtete über den Fall.

Neben einer toten Frau wurden auch die leblosen Körper ihrer drei Kinder im Alter von 3, 7 und 9 Jahren gefunden. Die Familie wurde ermordet - unter Verdacht: Georg K., der Vater der zwei Söhne und einem Mädchen sowie Ehemann der toten 29-Jährigen.

Seit dem 21. Juni bestand gegen den 31-Jährigen ein Kontaktverbot zu seiner Familie, schreibt die "BILD" und bezieht sich bei ihren Informationen dabei auf die Polizei.

Georg K. lockte Bruder aus Wohnung

Unter einem Vorwand, er wollte seine Arbeitskleidung abholen, vereinbarte er am Dienstag ein Treffen mit seiner Frau Olesija. Da Georg K. aber immer wieder gegenüber seinen Söhnen handgreiflich gewesen sein soll, bat die 29-Jährigen ihren Bruder, die Kleidung zu übergeben.

"Kurz vor 6.00 Uhr lockte der Beschuldigte den Bruder mit einem Anruf vor die Tür des Anwesens", zitiert die "BILD" Kriminaloberrat Hermann Lennert. Der 31-Jährige soll sich zu diesem Zeitpunkt bereits in dem Hochhaus befunden haben und wartete, bis der Bruder seiner Frau weg war.

Dann schlug er zu. Er trat die Wohnungstür ein und tötete seine Frau, sowie die drei Kinder. Mit einem Messer schnitt er Olesija, Söhnen Maikel und Dima und seiner 3-jährigen Tochter Anastasia die Kehle durch.

"Hände und Arme waren voller Blut"

Laut "BILD" dauerte die Tat lediglich zwei Minuten. Als der Bruder der Frau bemerkte, dass etwas nicht stimmte, lief er sofort zur Wohnung zurück. Doch es war bereits zu spät. In der Wohnung traf er seinen blutüberströmten Schwager.

"Seine Hände und Arme waren voller Blut, in der Hand hielt er ein Fleischermesser", sagte Kriminaloberrat Lennert gegenüber dem deutschen Boulevardblatt.

Von Balkon gesprungen

Nach dem Vierfach-Mord rannte Georg K. auf den Balkon und sprang aus dem dritten Stock in die Tiefe. Der 31-Jährige wollte sich selbst das Leben nehmen, überlebte den Sprung aber schwer verletzt. Er liegt derzeit im künstlichen Koma und kann noch nicht einvernommen werden.

Zum Motiv der Tat erklärte die Polizei, dass sich die Frau offenbar von Georg K. trennen wollte. Dies hätte der 31-Jährige allerdings nicht verkraftet. Er wollte sich an ihr "rächen".

Gegen den Mann wurde ein Haftbefehl erlassen - wegen vierfachen Mordes! Der 31-Jährige wird im Spital strengstens bewacht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. (wil)

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