Gürtler will Detektivkosten von diebischen Kellnern

Geld-Krimi im Nobelhotel "Sacher": Weil Chefin Elisabeth Gürtler ihrem Personal nicht blind vertraut, beschäftigt sie die Detektiv-Agentur Pöchhaker. Zu Recht, wie sich im Teilbetrieb "Sacher Eck" zeigte. Denn dort konnten zehn von 13 Mitarbeitern der Versuchug nicht widerstehen, an Kaffee und Kuchen verstohlen mitzunaschen.

Geld-Krimi im Nobelhotel "Sacher": Weil Chefin Elisabeth Gürtler ihrem Personal nicht blind vertraut, beschäftigt sie die Detektiv-Agentur Pöchhaker. Zu Recht, wie sich im Teilbetrieb "Sacher Eck" zeigte. Denn dort konnten zehn von 13 Mitarbeitern der Versuchug nicht widerstehen, an Kaffee und Kuchen verstohlen mitzunaschen.
Detektivin Barbara K. kam den Langfingern auf die Spur. Flinke Kellner linkten das Haus, indem sie Bestellungen nicht bonierten (mit Komplizen hinter der Schank) oder Rechnungen splitteten und einen Teilbetrag selbst einsteckten - Die Beute fettete das tägliche Trinkgeld (rund 40 Euro) auf 150 Euro auf. Schaden für den Betrieb: geschätzte 9000 Euro pro Täter.
Als die Affäre aufflog, wurden alle Verdächtigen sofort entlassen. Wegen Personalnot blieb das "Sacher Eck" zwei Tage geschlossen. Zerknirscht leisten die Diebe laut Anwalt Normann Hofstätter jetzt "tätige Reue". Sie ersetzen den Schaden und hoffen, sich einen Prozess zu ersparen.
Ex-Chefin Gürtler erspart ihnen nichts: Sie verrechnet jedem Verdächtigen auch noch die Kosten für die Detektei.
Wolfgang Höllriegl

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