Wirtschaft

Gusis Jogging-Berater und ÖIAG-Chef unter Druck

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:33

Jene 200.000 E-Mails, die der Zeitschrift "News" zugespielt wurden, sorgen weiter für Zündstoff. So gerät etwa der ehemalige SPÖ-Sicherheitssprecher Parnigoni oder der Chef der Staatsholding (ÖIAG) Markus Beyrer, unter Druck.

Jene , sorgen weiter für Zündstoff. So gerät etwa der ehemalige SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni oder der Chef der Staatsholding (ÖIAG) Markus Beyrer, unter Druck.

News will belegen, dass es ungerrechtfertigte Zahlungen für die Jogging-Vermittlung mit dem damaligen Kanzler Alfred Gusenbauer (Gusenbauer erhielt selbstredend kein Geld) gegeben hat: Bei den E-Mails taucht nämlich in dem Zusammenhang auch der Name von Parnigoni auf. Zitat aus einem Mail: "Parnigoni kann unser Anliegen unterstützen, sobald wir das Signal geben, wird er den nächsten Jogging-Termin mit Alfred Gusenbauer vereinbaren."

Im selben Mail wird dann vorgeschlagen, Parnigonis Fußballklub FC Gmünd mit 8.000 Euro zu unterstützen, und sein Verein "Pro Niederösterreich" erhielt demnach jährlich 3.000 Euro.

ÖIAG-Chef unter Druck

Und auch der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende der Telekom, Markus Beyrer, gerät unter Druck: In seinem früheren Amt als Generalsekretär der Industriellen-Vereinigung (IV) soll er auf vielen Einladungslisten der früheren Telekom-Spitze aufscheinen, wie etwa beim Jägerball, bei Jagden mit dem Lobbyisten Alfred Mensdorff-Pouilly bis zu einem noblen Abendessen mit Starkoch Reinhard Gerer.

Im Gegenzug soll Beyrer, der früher oft eingeladener Informant des Telekom-Managements war,  Protest-Mails der Telekom-Belegschaft an die IV postwendend an die Telekom-Chefs weitergeleitet haben, schreibt News.

Weitere Sündenfälle

Auch Falschaussagen vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss sollen durch die News vorliegenden E-Mails bewiesen werden, sowie die Tätigkeit des Ex-BZÖ-Politikers Klaus Wittauer, der als Politiker im Sinne des "Gaming-Teams" agierte und der von der Telekom unter anderem mit VIP-Karten-Kontingenten für Top-Events überhäufte.

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