Gutachten beweist, dass Maradona noch leben könnte

Diego Maradona starb am 25. November 2020.
Diego Maradona starb am 25. November 2020.Imago Images
Der frühe Tod von Diego Maradona wäre vermeidbar gewesen. Zu diesem Schluss kamen nun 20 Experten, die ein Gutachten erstellten.

Fünf Monate nach dem Tod von Diego Maradona steht fest: Der Superstar könnte noch leben, wäre er nach seiner Hirn-Operation in besseren Händen gewesen. Zu diesem Ergebnis kamen 20 Experten, die im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein 70-seitiges Gutachten erstellten.

Im Bericht heißt es, der ehemalige Fußballer sei für "eine längere und qualvolle Zeit seinem Schicksal überlassen" worden. Der Todeskampf habe rund zwölf Stunden angedauert. Am Ende erlag der Argentinier einem Herzversagen.

Kritik hagelt es vor allem an der Art der Betreuung. Maradona wurde am 3. November 2020 wegen eines Blutgerinnsels am Gehirn operiert. Rasch wurde er – auf eigenen Wunsch – in seine Residenz entlassen, wo er in der Folge gepflegt wurde. Laut Gutachten ein Fehler. Denn der Weltmeister von 1986 sei "nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen", um selbst zu entscheiden, wo der Genesungs-Prozess stattfinden solle. Die Überlebenschancen wären bei einer fachgerechten Behandlung in einer Klinik besser gewesen, heißt es.

Die argentinische Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Neurochirurgen Leopoldo Luque, die Psychiaterin Agustina Cosachov, den Psychologen Carlos Diaz und mehrere Pflegekräfte. Sollte es zu einer Anklage und einem Schuldspruch kommen, drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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