Güterzug-Entgleisung: Fünf Millionen Euro Schaden

Nach der Entgleisung eines Güterzugs am Dienstagmorgen auf der Südbahnstrecke beziffern die ÖBB die Höhe des Schadens mit fünf Millionen Euro. Seit Mittwoch ist klar: Der Zug war vor der Entgleisung mit einer Elektrolokomotive im Pollereswand-Tunnel kollidiert. Es gibt Schienenersatzverkehr zwischen Mürzzuschlag und Gloggnitz - drei Wochen lang! Die ÖBB versuchen, die Strecke bis Weihnachten wieder freigeben zu können.

Nach der Entgleisung eines Güterzugs am Dienstagmorgen auf der Südbahnstrecke beziffern die ÖBB die Höhe des Schadens mit fünf Millionen Euro. Seit Mittwoch ist klar: Der Zug war vor der Entgleisung mit einer Elektrolokomotive im Pollereswand-Tunnel kollidiert. Es gibt Schienenersatzverkehr zwischen Mürzzuschlag und Gloggnitz - drei Wochen lang! Die ÖBB versuchen, die Strecke bis Weihnachten wieder freigeben zu können.

ÖBB-Infrastrukturvorstand Franz Seiser geht nach dem Unfall von einem "beträchtlichen Schaden" aus und beziffert diesen mit mindestens fünf Millionen Euro. "Bei einem Güterzug sind die Fahrzeuge defekt, eine Lok ist defekt, wir müssen mehrere hundert Meter defekte Gleise beklagen und die Oberleitung ist auch kaputt", so Seisers Rechnung.

Strecke bis Weihnachten frei?

"Wir werden alles daran setzen, dass wir zu Weihnachten wieder betriebsfähig sind. Die Staatsanwaltschaft hat die Fahrzeuge noch nicht freigegeben. Wenn die Fahrzeuge frei gegeben sind, werden wir etwa elf Tage brauchen, um die Strecke vollständig zu sanieren", sagte Seiser.

Die Bergungsarbeiten sind schwierig, die Unfallstelle schwer zugänglich. Die Aufräum - und Reparaturarbeiten werden länger als gedacht dauern, die Südbahnstrecke bleibt voraussichtlich drei Wochen zwischen Mürzzuschlag und Gloggnitz im gesamten Semmering-Bereich gesperrt.

Ein Schienenersatzverkehr wurde bereits für den Regionalverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Semmering, sowie auf der Fernstrecke zwischen Wiener Neustadt bzw. Gloggnitz und Mürzzuschlag eingerichtet. Laut ÖBB komme es für Passagiere zu keinem Zeitverlust, die Zugtickets gelten auch für den Schienenersatzverkehr.

Keine Straße zum Unfallort

Drei Wochen Sperre sind laut ÖBB-Aussendung nötig, weil sich die Arbeiten "aufgrund der exponierten Lage sehr schwer gestalten". Zum Unfallort sei keine Zufahrt über Straßen oder Wege möglich. Für die Einsatzkräfte sei es "sehr schwierig", mit der erforderlichen Gerätschaft zum Tunnel zu gelangen.

Chaos im Tunnel

Der Güterzug entgleiste am Dienstag gegen 8.45 Uhr auf der Südbahnstrecke im Pollereswand-Tunnel zwischen Breitenstein und dem Semmering. Der Zug prallte zunächst gegen eine Elektrolokomotive, wodurch zwischen zwölf und 14 Containerwaggons von den Schienen geworfen wurden. 

Zug rollte unkontrolliert zurück

"Der zweite Zug hätte mit einer zweiten Lokomotive in den Bahnhof Breitenstein zurückgebracht werden sollen", schilderte ÖBB-Sprecher Christopher Seif am Mittwoch dem "ORF". Während die zweite Lok unterwegs war, hätte sich der Zug selbstständig gemacht. Er sei "dann zurückgerollt und ist dann auf diese Lok, die zu ihm unterwegs war, geprallt." Die Geschwindigkeit betrug zwischen 40 und 60 km/h.

Laut Seif sei man erst nach einiger Zeit zu dieser Erkenntnis gekommen, weil die Waggons "im Tunnelportal kreuz und quer gelegen" seien und man sich erst "Zugang und Überblick" verschaffen musste. Der Lokführer der Hilfslok hat leichte Verletzungen und einen Schock erlitten.

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