Gynäkologe: "Handy ist Lustkiller Nummer Eins"

Nach dem Pillen-Knick in den 60er-Jahren jetzt der Handy-Knick! Gynäkologe Rudolf Wiborny: „Das Smartphone ist der Tod der Sexualität. Man schaut das Handy öfter als den Partner an."
Er ist ein Mann vom Fach, ein Frauenversteher, ein Arzt mit Ecken und Kanten und einer Portion Humor – der Horner Gynäkologe Rudolf Wiborny über Sex früher und jetzt: „Vor 1968 hatte die Kirche massiven Einfluss, dann kam mit der Pille der Befreiungsschlag."

Karriere und Druck

Jetzt ist die Erotik laut dem Mediziner in Industrieländern wieder am absteigenden Ast. „Die Menschen sind egoistischer. Je besser es den Menschen geht, desto egoistischer sind sie. Und der Stress- und Zeitfaktor und Karriere lassen kaum Platz für Sex. In der Dritten Welt ist das mit der Lust anders. Neben vielen anderen Umständen ist dort ein freierer Zugang zur Sexualität und die Menschen sind karrieremäßig nicht so belastet", so der Mediziner. Und weiter: "Die Geburtenraten der Ersten bzw. Dritten Welt untermauern dies."

Handy wichtiger als Partner

„Durch den hohen Druck suchen erfolgreiche Menschen oft ein Ventil und es entstehen Perversionen wie Sadomaso", so der Arzt weiter. Abschließend meint der Mediziner zum „Bezirksblatt": „Das Handy ist der Tod der Sexualität. Oberflächliche Kontakte im Internet ersetzen echte zwischenmenschliche Kontakte. Das Smartphone wird öfter angeschaut als der Partner." (Lie)



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