Österreich

Haarige Brutal-Attacke auf Häfn-Beamtin in Graz

Brutale Attacke in der Haftanstalt Graz-Jakomini: Ein Häftling packte eine Beamtin an den Haaren, wollte sie durch die Speiseklappe der Zelle zerren.
Christine Ziechert
29.12.2021, 12:57

In der Justizanstalt Graz-Jakomini (Steiermark) kam es zu zwei Übergriffen auf Wachebeamte durch Häftlinge, berichtet die "Krone": Der erste Vorfall ereignete sich wenige Tage vor Weihnachten. Ein Insasse schrie demnach wild herum, forderte Medikamente und legte sogar Feuer. Die Beamten liefen daraufhin zur Zelle, es kam zu einem wilden Gerangel an der Speiseklappe.

Dabei gelang es dem Häflting, eine Beamtin an einem Haarbüschel zu packen. Zum Glück konnte sich die Frau mit Hilfe ihrer Kollegen aus dem Griff des aggressiven Mannes befreien – allerdings musste die Betroffene nach dem Übergriff eine Woche in den Krankenstand.

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Häftling schlug mit Kopf Autoscheibe ein

Bereits einen Tag später folgte die nächste Attacke: Ein Häftling schluckte laut "Krone" vorsätzlich Batterien und wurde in ein Spital gebracht. Doch knapp vor dem Eingang konnte er sich losreißen. Er schlug mit dem Kopf die Heckscheibe eines dort geparkten Rettungswagens ein, ein Justizwachebeamter wurde dabei durch Scherben verletzt.

Es brodelt schon seit Längerem in der Justizanstalt Graz-Jakomini: Die Beamten beklagen Personalmangel und völlig kaputte Zellen. Doch eine neue Verordnung brachte das Fass jetzt zum Überlaufen: Weil sich laut Justiz-Generaldirektion zu viele Überstunden angehäuft hätten, will die Anstaltsleitung im Jahr 2022 den Dienstsport für die Beamten aussetzen. "Statt Dienstsport zu streichen, sollten endlich die sogenannten Sicherheitshafträume modernisiert werden, das wäre zum Schutz der Beamten dringend notwendig", so Mario Raudner von der Justizwachegewerkschaft zur "Krone".

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