Haben Sie die Ärzte verraten, Herr Szekeres?

Bild: Hertel Sabine

93,4 Prozent der KAV-Ärzte gaben an, sie seien streikbereit. Die Ärztekammer lehnte die Kampf-Maßnahme am 1. Juli dennoch überraschend ab. Im "Heute"-Gespräch erklärt Ärztekammer-Chef Szekeres, warum.

93,4 Prozent der KAV-Ärzte gaben an, sie seien streikbereit. Die Ärztekammer lehnte die Kampf-Maßnahme am 1. Juli dennoch überraschend ab. Im "Heute"-Gespräch erklärt , warum.

Seit der Einigung mit der Stadt Wien auf ein Paket zu neuen Arbeitszeiten und Gehalt der 3.200 KAV-Ärzte steht der Ärztekammer-Chef in der Kritik. In sozialen Netzwerken hagelte es Proteste von Medizinern. Viele hatten mit einem Streik-Beschluss gerechnet. "Heute" fragte Ärztekammer-Wien-Chef Thomas Szekeres: "Haben Sie die Ärzte verraten?" "Wir haben niemanden verraten. Unsere Forderungen wurden weitgehend erfüllt. Ein guter Grund für einen Streik ist nicht mehr da."

Szekeres sieht einen Erfolg: "Es gibt rund 30 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr für die KAV-Ärzte." Trotz der Vereinbarung, keine Kampagnen mehr zu starten – notstandspital.at wurde etwa eingestellt –, will Szekeres weiterhin Probleme im System aufzeigen: "Wir gehen davon aus, dass die Stadt daran arbeitet, Missstände in den Griff zu bekommen. Wo es sie gibt, werden wir das auch in Zukunft kritisieren."

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