Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA warnt aktuell vor Angriffen auf eine kritische Sicherheitslücke in Microsoft SharePoint. Innerhalb weniger Stunden nach der Veröffentlichung von Proof-of-Concept-Code wurden bereits Angriffsversuche festgestellt.
Mit der Schwachstelle CVE-2026-50522, die mit einem Schweregrad von 9,8 als kritisch eingestuft wird, können Angreifer aus dem Netz Schadcode in SharePoint-Servern einschleusen. Das Problem liegt in der Deserialisierung von nicht vertrauenswürdigen Daten.
Die IT-Sicherheitsforscher von watchTowr haben die Angriffswelle entdeckt, wie es bei heise online heißt. Mit einer einzigen Anfrage versuchen die Hacker, Maschinen-Keys aus anfälligen On-Premises-SharePoint-Servern abzuziehen.
watchTowr weist darauf hin, dass das Aktualisieren der Server nicht ausreicht. Auch Zugangsdaten auf allen Instanzen sollten ausgetauscht werden, die Angriffen ausgesetzt worden sein könnten.
Zusätzlich warnt die CISA vor Angriffen auf Check Point SmartConsole. Für diese Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-16232 steht ebenfalls ein Update bereit. Mit einem Schweregrad von 9,1 gilt auch diese Lücke als kritisch.
Zum Patchday der vergangenen Woche hat die CISA zudem eine Anleitung veröffentlicht, mit der Administratoren ihre SharePoint-Server gegen Angriffe besser schützen können. IT-Verantwortliche sollten die darin enthaltenen Tipps umsetzen.