Die berüchtigte Cyberbande ShinyHunters hat ihre Drohung wahrgemacht: Nach gescheiterten Erpressungsversuchen wurden die bei einem Cyberangriff auf Rockstar Games erbeuteten Daten im Darknet veröffentlicht. Der provokante Dateiname "shouldve_paid_the_ransom" ("hätte das Lösegeld zahlen sollen") macht die Frustration der Hacker deutlich.
Das Entwicklerstudio hinter der legendären "GTA"-Reihe betont, dass bei dem Angriff keine Nutzerdaten kompromittiert wurden. Bei den veröffentlichten Informationen soll es sich vor allem um Finanzdaten handeln.
Wie heise.de unter Berufung auf das Spielemagazin Kotaku berichtet, zeigen die geleakten Dokumente, wie lukrativ "GTA Online" für Rockstar ist. Besonders auffällig: Das Studio verdient auf Konsolen deutlich mehr als auf dem PC - ein möglicher Grund dafür, dass bis dato keine PC-Version von "GTA 6" angekündigt wurde.
ShinyHunters hat in den vergangenen Monaten mehrere namhafte Unternehmen angegriffen. Im Februar veröffentlichte die Gruppe Daten von über 12 Millionen E-Mail-Adressen des Verkaufsdienstleisters CarGurus. Im Dezember griff die Bande einen Dienstleister von Pornhub an.
Rockstar Games war bereits vor Jahren Opfer eines Cyberangriffs geworden, bei dem frühes Gameplay-Material aus "GTA 6" gestohlen und veröffentlicht wurde.
Trotz der Turbulenzen arbeitet Rockstar weiter an "GTA 6", das am 19. November erscheinen soll. Die "GTA"-Titel gehören zu den erfolgreichsten Videospielen aller Zeiten - entsprechend hoch sind die Erwartungen der Fans und entsprechend groß das Interesse von Hackern.