Mordopfer Hadishat auf Flugzettel übel beschimpft

"Täter hatte recht": Üble Hassparole gegen Mordopfer Hadishat im Wiener Ditteshof
"Täter hatte recht": Üble Hassparole gegen Mordopfer Hadishat im Wiener DitteshofBild: Sabine Hertel
Neue Tschetschenen-Aufregung nur zehn Tage vor der Prozess-Neuauflage um den Killer der kleinen Hadishat! Die Opferfamilie wird auf A3-Papieren in Wien-Döbling übel beschimpft. "Der junge Täter hatte recht", steht darauf zu lesen.
Diese selbstgemachten Plakate machen fassungslos und sorgen für Entsetzen: Vor dem Gemeindebau "Ditteshof" in Wien-Döbling, wo vor knapp zwei Jahren das Mädchen Hadishat (7) getötet wurde, kleben jetzt üble Flugzettel. Sie sind etwa auf Haltestellen-Tafeln der Wiener Linien zu sehen.



Auf den mittlerweile entfernten Postern wird die tschetschenische Opfer-Familie von Unbekannten als Sozialschmarotzer bezeichnet und die grausame Tat mit wirren Worten gerechtfertigt. "Der junge Täter hatte recht", steht als Nachsatz darauf geschrieben. Die niederträchtigen Hassparolen kommen wenige Tage vor dem zweiten Prozess gegen Robert K. (der übrigens selbst tschetschenische Wurzeln hat), der am 13. 2. in Wien startet.

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Täter droht langjährige Haftstrafe





Das Verfahren gegen Robert K. (18) läuft aus Altersgründen vor einem Jugendgeschworenen-Gericht. Laut "Heute"-Infos geht es nicht mehr um die Schuld-, sondern nur noch um die Zurechnungsfähigkeitsfrage. Es ist davon auszugehen, dass der Verdächtige eine langjährige Haftstrafe ausfasst und nach der Verbüßung in einer Anstalt bleibt. Für Robert K. gilt die Unschuldsvermutung.

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