Ein Langzeitinsasse der Justizanstalt Krems-Stein hatte einen raffinierten Fluchtplan: Im Zuge seiner Tätigkeit in der Tischlerei der Anstalt bastelte er einen präparierten Holzstoss. Im Inneren des Holzstosses war ein Leerraum für eine Person und die notwendigsten Habseligkeiten.
Denn die Feuerwehr holt regelmäßig altes Holz und Holzabfälle für Übungszwecke ab. Auch an diesem Morgen wartete der 60-Jährige laut "Krone" auf die Feuerwehr, die er gegen 9 Uhr erwartete. Dazu hatte er schon Kleidung, Medikamente, Zigaretten gepackt. Nur: Die Feuerwehr kam diesmal zwei Stunden früher und vereitelte den Fluchtplan des völlig überraschten 60-Jährigen.
Die Florianis luden den "Holzstapel" auf und entdeckten dabei die verleimten Teile, die Klapptüre und den Hohlraum (siehe Fotos) und schlugen Alarm.
Der bereits seit mehreren Jahren einsitzende Häftling wird demnächst strafverstetzt - für den geistig abnormen Rechtsbrecher kommen ohnedies nur wenige Anstalten in Österreich in Frage.