Niederösterreich

Häftling zündete Zelle an, Kollege erstickte fast

Ein 34-Jähriger hatte seinen Haftraum in Korneuburg angezündet, ein Zellenkollege überlebte nur knapp. Das Urteil: Vier Jahre Haft (rechtskräftig).
10.09.2020, 13:26

Am 22. Mai kurz vor 23 Uhr hatte Radek Z. (34) Bettdecken und Kleidungsstücke in seiner Zelle der Justizanstalt Korneuburg in Brand gesetzt. Durch die enorme Rauchentwicklung erlitt ein Zellenkumpane (26) lebensgefährliche Verletzungen. Durch die Rauchgase erlitt der 26-Jährige eine massive Schwellung der Atemwege, musste intubiert werden. Geistesgegenwärtige Beamten löschten den Brand schnell, der Notarzt rettete das Leben des 26-Jährigen.

Der 26-Jährige wurde ins AKH Wien gebracht. Drei Tage lang lag das Opfer im Wiener AKH im künstlichen Tiefschlaf, überlebte knapp. 

"Wollte Missstände aufzeigen"

Zum Motiv meinte der angeklagte Osteuropäer vor Gericht: "Um auf Missstände im Strafvollzug aufmerksam zu machen." Und er bezichtigte den verletzten Kollegen, an der versuchten Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein. Dies brachte dem 34-Jährigen noch eine Anklage wegen Verleumdung ein.

Das Urteil: Vier Jahre Haft wegen versuchter Brandstiftung und schwerer Körperverletzung. Der Richterspruch ist bereits rechtskräftig. 

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