Austria-Helm nach Fan-Skandal

"Hätte meinen Eltern nicht in Augen schauen können"

Stephan Helm teilt aus! Nach dem Fan-Skandal am vergangenen Sonntag bezog der Austria-Trainer Stellung, zog die handelnden Personen zur Verantwortung.
Sport Heute
13.03.2026, 18:36
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Wie "Heute" berichtete, versammelten sich am vergangenen Sonntag vor dem Auswärtsspiel in Ried einige Austria-Anhänger vor dem Wohnhaus von Jürgen Werner – und protestierten gegen den ehemaligen Sport-Vorstand und nunmehrigen Investor. Eine Aktion, die vom Verein nicht toleriert wurde und klar eine Grenze überschritten hat. Das machte nun auch Trainer Stephan Helm deutlich – er positionierte sich klar und machte außerdem seine Unzufriedenheit mit der Situation bei den Veilchen deutlich.

"Leute müssen sich der Veranwortung stellen"

"Der Verein ist ein Verein mit Werten. Ich will das klar und deutlich sagen: Es kann sich keiner wegducken. Im Verein wird seit eineinhalb Jahren gestritten. Es gibt Leute, die verantwortlich sind, dass wir das in den Griff bekommen. Und diese Leute müssen sich der Verantwortung stellen. Und da muss man konsequent handeln", erklärte der Coach in einer Medienrunde vor dem Start in die Meisterrunde vielsagend. Am Sonntag empfängt die Austria Meister Sturm Graz (17 Uhr). Der Coach sprach grundlegende Probleme im Verein an und zog die handelnden Personen zur Verantwortung – ohne jedoch Namen zu nennen.

Hintergrund: Im Klub herrscht seit geraumer Zeit ein interner Machtkampf zwischen Jürgen Werner und Finanzvorstand Harald Zagicek. Zuletzt untersuchte ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen Vorwürfe gegen beide Personen, diese seien substanzlos gewesen. Der Trainer muss immer wieder öffentlich moderieren und die Dinge von der Mannschaft fernhalten. Bislang meisterte er das mit Bravour: Am Platz ist von den Querelen nichts zu bemerken, die Austria qualifizierte sich frühzeitig für die Meistergruppe, zählt zu den konstantesten Teams der Liga und ist mitten im Titelrennen.

Helm spricht Werner-Klartext

Dann sprach er Klartext zum Fan-Skandal: "So, wie ich das wahrgenommen habe, ist das, was passiert, falsch. Das ist in der Form deutlich zu viel." Dann wurde Helm emotional: "Ich habe mir auch gedacht: Die jungen Männer, die da involviert waren, die haben teilweise Familien zu Hause, Frau und Kinder. Und keiner will, dass jemand zu Hause auftaucht – ob das zwei Männer sind oder 50. Das ist nicht leiwand."

Wieso Helm sich zu dem Statement hinreißen ließ? "Weil ich mich als Cheftrainer der Austria Wien in der Verantwortung sehe", erklärte der Burgenländer, stellte klar: "Ich bin kein Politiker. Ich sage einfach, was ich denke. Mich hat das sehr beschäftigt." Was für ein Mensch der Austria-Trainer ist, wurde dann noch einmal in seinem abschließenden Satz deutlich: "Wenn ich dazu jetzt nichts gesagt hätte, hätte ich meinen Eltern nicht mehr in die Augen schauen können."

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