Häupl über Kurz: "Seine politische Karriere ist vorbei"

Im Interview mit Patrick Budgen sprach Häupl über die Impfpflicht, ein mögliches Polit-Comeback und die Karriere von Sebastian Kurz.
Im Interview mit Patrick Budgen sprach Häupl über die Impfpflicht, ein mögliches Polit-Comeback und die Karriere von Sebastian Kurz.Screenshot ORF
Wiens Ex-Bürgermeister Michael Häupl ist davon überzeugt, dass Ex-Kanzler Sebastian Kurz nicht ein drittes Mal als Kanzler zurückkehren wird. 

Im Interview am Samstag mit Patrick Budgen in "Wien heute" legte sich der aktuelle Präsident der Volkshilfe Wien fest: Er glaubt nicht an eine Rückkehr des ehemaligen Bundeskanzlers bei der nächsten Wahl. Die Diskussion über die politischen Chats stehe erst am Anfang. "Was man so aus den Kreisen, die sich mit dem beschäftigen hört, kommt da noch einiges auf ihn zu", so der Ex-Bürgermeister. Aber es sei Kurz' Sache, nicht Häupls.

"Ich glaube, persönlich gesehen, seine politische Karriere ist zu Ende."

Regierung muss sich Vertrauen zurückholen – Neuwahl keine Lösung

Das Misstrauen gegenüber der Regierung in der österreichischen Bevölkerung ist groß, vor allem wenn es um die Pandemiebekämpfung geht. Neuwahlen seien aber laut Häupl keine Lösung für die aktuellen Probleme. "Vertrauen muss man sich durch konkrete Arbeit erkämpfen, nicht durch Reden", sagte der ehemalige Bürgermeister. Er glaubt, dass die Bundesregierung noch eine Menge Arbeit vor sich habe, dieses Vertrauen zurückzuholen. Dabei sei die Kommunikation zu Beginn der Pandemie noch gut gewesen, betont Häupl.

"Impfpflicht war alternativlos"

Auf die Frage, was er von der Impflicht ab Februar hält, antwortete der Wiener Volkshilfe-Präsident, dass diese mutig sei. Diese hätte man sich, genauso wie den aktuellen Lockdown, aber ersparen können, hätte man sich rechtzeitig impfen lassen in entsprechend großer Zahl. Prinzipiell sei die Entscheidung über die Impfpflicht "sehr mutig, aber fast alternativlos" sei.

Comeback in Politik als Bundespräsident?

Ein Häupl-Comeback in die Politik wird es nicht geben, wie er betont. "Ich habe das sehr lange gemacht, mit großer Begeisterung und mit großer Empathie." Häupl denkt jedenfalls nicht darüber nach, bei der nächsten Bundespräsidentschaftswahl nächstes Jahr anzutreten. "Mit 72 Jahren ist das ja absurd, mit Verlaub gesagt", so der ehemalige Wiener Bürgermeister:

"Ich sage, ich mach das nicht, und damit ist die Geschichte erledigt."
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