George Hotz muss sich vor Gericht verantworten. Der 21-Jährige wurde von Sony verklagt, weil er die als bislang unknackbar geltende Playstation 3 gehackt hat. Jetzt konterte er mit einem Rap.
Mit 17 Jahren knackte er den Sim-Lock des iPhones, weil er nicht an den Netzanbieter AT&T gebunden sein wollte. Die Anleitung dazu stellte er auf YouTube. "Wenn ich mein iPhone bezahle, gehört es mir, und ich kann es entsperren, zerstören, hacken", meinte Hotz auf seiner Homepage.
Mit dem gleichen Grundsatz versuchte er seit 2009, das PS3-System zu knacken. Anfänglich konnte Sony mithilfe von Updates die Fortschritte von Hotz ins Stocken bringen. Doch Anfang des Jahres gelang dem Hacker dann doch das schier Unmögliche.
Sony klagt wegen Verletzung der Urheberrechte
Den Code zum Knacken veröffentlichte er prompt auf seiner Website. Nun ist es möglich, auch nicht von Sony lizensierte Programme auf seiner PS3 zu verwenden. Sony verklagte Hotz daraufhin unter anderem wegen Verletzung der Urheberrechte.
Der 21-Jährige fühlt sich missverstanden. "Ich unterstütze keine Datenpiraterie. Bei der Entwicklung meines Jailbreaks habe ich darauf geachtet, dass sich nur Homebrew-Programme und keine Raubkopien abspielen lassen", erklärte Hotz in der Fernsehsendung The Loop.
Anwälte mit Spenden finanziert
Aufgrund zahlreicher Spenden ist es Hotz nun möglich, Anwälte mit dem Fall zu betrauen, wie er schreibt. Er blickt dem Verfahren optimistisch entgegen: "Es ist okay, das eigene Handy zu hacken, warum also nicht die PS3?" Außerdem stellte er einen selbstkomponierten Rap gegen Sony auf YouTube (siehe oben).