Häfen Asten: Mini-Glas soll vor Corona-Virus schützen

Beamte der Justizanstalt Asten schwitzen: Denn entgegen der Anordnung gibt es weiterhin Ausgänge und Tischbesuche. Eine 70-Zentimeter-Glasscheibe soll vor einer möglichen Ansteckung schützen.

Eine kleine Glasscheibe in der Mitte des Tisches soll Besucher und Häftlinge in der Justizanstalt Asten (OÖ) vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen.

„Lächerlich, hier wird mit unserer Gesundheit gespielt. Dieses Mini-Glas in der Mitte des Tisches bringt gar nichts", so eine Beamtin. Entgegen des Maßnahmenerlasses gibt es in Asten weiterhin Tischbesuch (mit Glasplatte), Ausgänge und begleitende Ausgänge mit Maßnahmen-Häftlingen im Rahmen der Therapie.

Kontakt via Telefon

Laut Weisung der Generaldirektion (gültig bis mindestens 31. März 2020) sollen Insassen derzeit vorwiegend über Telefon mit ihren Angehörigen kommunizieren und Ausgänge nur im Ausnahmefall genehmigt werden.

„Besucher und Maßnahme-Häftlinge teilen sich ein WC, es wird auch kein Fieber gemessen. Der Anstaltsleiter macht seine eigenen Regeln", so die Beamtin weiter.

Auf "Heute"-Nachfrage beim Pressesprecher der Anstaltsleitung wollte man keinen Kommentar abgeben.

In anderen Justizanstalten, wie in Göllersdorf (NÖ, Bezirk Hollabrunn), werden die Maßnahmen der Generaldirektion strikt befolgt. „Bei uns wird Corona sehr ernst genommen."

Update: Ab Donnerstag soll es keine Ausgänge mehr in Asten geben, auch die Besuchsregelung wurde geändert und es wird permanent Fieber gemessen.

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