Für Tennis-Ikone Boris Becker beginnt am Montag das härteste Match seines Lebens. Vor dem Southwark Crown Court in London muss sich der sechsfache Grand-Slam-Sieger in einem Strafprozess verantworten.
Die Anklage: 2017 war Becker in London für zahlungsunfähig erklärt worden. Nun wird ihm in 24 Fällen vorgeworfen, Vermögenswerte in Millionenhöhe in seinem Insolvenzverfahren gar nicht oder unvollständig angegeben zu haben. Er soll unter anderem Immobilien und Konten gegenüber dem Insolvenzverwalter verschwiegen haben. Becker plädiert auf unschuldig.
Becker erscheint am Montag gemeinsam mit Freundin Lilian de Carvalho Monteiro vor Gericht.
Der 54-Jährige sagt selber aus. Mit einem Urteil ist aber noch nicht zu rechnen. Der Prozess wird sich über die nächsten Wochen ziehen.
Nach der Insolvenz 2019 wurden mehr als 80 Gegenstände aus dem Besitz von Becker versteigert, damit rund 765.000 Euro der Schulden beglichen. 2017 hatte ein Gericht in London die Außenstände auf rund 59 Millionen Euro geschätzt.
Der Vorwurf, dass er Besitz verheimlicht, unter anderem Große Summen auf Konten seiner Ex-Frauen Barbara und Lilly Becker überwiesen habe, wiegt schwer. Von Lilly gab es im Vorfeld jedenfalls Rückendeckung.