Österreich

Haft für Feuerteufel: "Hatte Idee im Bett"

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:18

Monatelang hatte ein Ex-Floriani (17) für Angst in der Waldviertler Bevölkerung gesorgt und Polizei sowie Feuerwehr genarrt. Am Dienstag stand das Bürschchen kleinlaut vor Gericht.

"Es tut mir alles furchtbar leid", gesteht Erwin Z. (Name geändert) am Landesgericht Krems. Als ein Opfer, eine Bekannte des Teenagers, in den Zeugenstand tritt und über das Feuerdrama in Annatsberg (Zwettl) erzählt, bricht der 17-Jährige in Tränen aus. "Er hat mich noch am Tag vor der Brandstiftung besucht", erzählt die junge Frau – 24 Stunden später stand der Hof samt Wirtschaftstrakt der Familie in Flammen.

Die verheerende Bilanz: Eine Frau und zwei Kinder verletzt, 600.000 Euro Schaden. Auch ein zweites Haus brannte nieder, die restlichen Taten waren "nur" Flurbrände. Gesamtschaden: knapp 1 Million Euro.

"Erstmals kam mir der Gedanke, als ich im Bett gelegen bin. Ich wollte halt wieder zu einem Einsatz fahren", flüstert der Ex-Feuerwehrmann. Überlegt habe er erst im Nachhinein. "Ich habe gezündelt, bin schnell nach Hause, wartete auf die Sirene und war dann Erster am Brandort", erklärt Erwin Z. dem Gericht das Motiv seiner Brandserie.

Urteil: 3,5 Jahre teilbedingt, davon ein Jahr unbedingte Haft (nicht rechtskräftig), plus Psychotherapie sowie 420.000 Euro an die Versicherungen.

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