Österreich

Haft für Steirer, der Ex-Firma anzündete

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:26

Ein 38-jähriger Obersteirer wurde am Mittwoch wegen Brandstiftung am Straflandesgericht Leoben zu zwei Jahren teilbedingt verurteilt. Der Dachdecker hatte im Dezember 2013 aus Hass auf seinen früheren Chef seine ehemalige Arbeitsstätte angezündet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein 38-jähriger Obersteirer wurde am Mittwoch wegen Brandstiftung am Straflandesgericht Leoben zu zwei Jahren teilbedingt verurteilt. Der Dachdecker hatte im Dezember 2013 aus Hass auf seinen früheren Chef seine ehemalige Arbeitsstätte angezündet (). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Dachdecker hat bei der Firma in Gröbming, einer Dachdeckerei und Spenglerei, sieben Jahre lang gearbeitet. Laut eigenen Angaben hat er in nur sechs Monaten 500 Überstanden geleistet und die Belastung nicht mehr ausgehalten. "Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich war körperlich und psychisch am Ende und hatte Probleme im privaten Umfeld", sagte der Angeklagte zu Richter Roman Weiß. Den von seiner Freundin vorgeschlagenen Gang zum Psychologen lehnte er ab: "Ich dachte ich schaffe, das selber."

Nachdem er seinen Job aus eigenem Antrieb gekündigt hatte, legte er am 9. Dezember 2013 in der Lagerhalle seines ehemaligen Arbeitgebers Feuer und verstärkte die zerstörerische Wirkung auch noch mit Benzin. Dann sah er den Flammen zu, ging in ein Gasthaus und gestand dem Wirt seine Tat. Die Feuerwehr löschte den Brand rasch, dennoch soll ein Schaden von rund 100.000 Euro entstanden sein.

"Ich war ein Idiot"

"Ich war ein Idiot und weiß heute, dass mein Handeln eine Katastrophe war," bekundete der 38-Jährige. Einen Hass auf seinen ehemaligen Chef habe er nicht mehr, dieser hatte ja alle Überstunden immer bezahlt: "Ich war selber schuld", so der Angeklagte.

Trotz der Einsicht muss der 38-Jährige ins Gefängnis. Von zwei Jahren Haft werden ihm 16 Monate auf eine Probezeit von drei Jahren nachgesehen. Der Beschuldigte nahm das Urteil sofort an. Staatsanwalt Daniel Weinberger gab keine Erklärung ab.

Jetzt E-Paper lesen