Haft verlängert: Video soll Killer Yazan (19) entlasten

Spuren von einer dritten Person und vor allem ein Video sollen den mordverdächtigen Yazan A. (19) entlasten. Der Syrer zeigte sich bei der Haftprüfung gesprächig, bleibt aber freilich in U-Haft.
Bei der Haftprüfungsverhandlung am Donnerstag in der Justizanstalt Eisenstadt (Bgld.) meldete sich Yazan A. (19) zu Wort: "Manuela und ich haben uns immer wieder getroffen. Auch am Abend vor ihrem Tod waren wir gemeinsam mit anderen Freunden unterwegs. In einem Szenelokal in Wr. Neustadt ist eine Kamera, da wurden Manuela und ich auch gefilmt." Laut dem Syrer soll am Video der Austausch von Zärtlichkeiten und keine Spur von einem Streit zu sehen sein. Gestritten sollen nur andere Begleiter haben.

Frage nach Motiv

Sein Anwalt Andreas Reichenbach warf ein: "Welches Motiv hätte mein Mandant? Und zudem gibt es einige Mischspuren, also Spuren von dritter Seite. Und am Stoffgürtel sind nur oberflächliche Spuren. Mein Mandant bestreitet vehement, die Frau mit dem Stoffgürtel getötet zu haben." Yazan A. bleibt bei seiner Unfallversion, Manuela K. (16) soll mit dem Hals voran auf die Kante einer Parkbank gestürzt sein.

Wie berichtet war die Leiche der 16-Jährigen im Anton Wodica-Park in Wr. Neustadt am 13. Jänner gefunden worden. Das Gutachten belastet den Syrer aber schwer: Die 16-Jährige wurde erdrosselt. Und: Yazan A. verscharrte die Leiche – angeblich in Panik.

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Nach seiner Festnahme war der Syrer in die Justizanstalt Wr. Neustadt eingeliefert worden, wurde dort aber bedroht und daher nach Eisenstadt verlegt. Bei der Tatrekonstruktion letzte Woche brachte Yazan A. eine Unfallvariante auf ("Heute" berichtete). Er bleibt weiterhin in Untersuchungshaft – bis mindestens 29. April. Für Yazan A. gilt die Unschuldsvermutung. (Lie)

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