Frecher geht's wohl nicht: Ein Häftling auf der Flucht stahl sich Papiere, ließ sich in Prag in einem großen Museum als Finanzchef anstellen und machte sich mit zehn Millionen Kronen aus dem Staub.
Frecher geht's wohl nicht: Ein Häftling auf der Flucht stahl sich Papiere, ließ sich in Prag in einem großen Museum als Finanzchef anstellen und machte sich mit zehn Millionen Kronen aus dem Staub.
Der Mann trat seit dem Sommer 2013 unter dem Namen Liska - übersetzt "Fuchs" - auf. Die Papiere hatte er gestohlen. Dann bewarb er sich beim nationalen Landwirtschaftsmuseum. Die Zuständigen stellten ihn problemlos ein und gaben ihm den Posten als Finanzchef.
10 Mio abgezweigt - dann floh er über Notausgang
Damit öffneten sich für den Verbrecher die Tresortüren. Er zweigte laut Tschechiens Polizei ein Drittel des Museums-Jahresbudgets ab. Das Fehlen von zehn Millionen Kronen (360.000 Euro) fiel natürlich auf. Deshalb wollte die Polizei den Finanzchef befragen. Davon bekam der Häftling allerdings Wind und entwischte den Polizisten über den Notausgang.
Polizei schnappt Komplizen
Der falsche Fuchs ist nun wieder auf der Flucht. Von seinen 10 gestohlenen Millionen ist er allerdings schon wieder 6,4 Millionen los. Die vertraute er einem mutmaßlichen Komplizen an, der der Polizei ins Netz ging.
Auch schon von Kirche 10 Mio veruntreut
Der "Fuchs" sollte eigentlich sieben Jahre hinter Gittern sitzen. Er hatte die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder ebenfalls um zehn Millionen Kronen erleichtert. Dafür wurde er wegen Veruntreuung eingesperrt. "Es ist eindeutig erwiesen, dass es sich um dieselbe Person handelt", sagte Polizeisprecher Tomas Hulan am Montag.
Skurriler Austro-Fall: Leberkäse-Betrug
Ebenfalls skurril, jedoch in viel kleinerem Rahmen ist ein Veruntreuungsfall aus Vorarlberg: Dort kam der Fall einer Verkäuferin als Die Frau soll allein mit Leberkäsesemmeln 2.000 Euro veruntreut haben.
APA/red.