Häftling klagt an: Mord, Missbrauch, Bestechung

In einem sechsseitigen Brief an den ORF Kärnten erhebt ein Insasse schwere Vorwürfe gegen die Justizanstalt Klagenfurt. Immer wieder würden Häftlinge sexuell missbraucht. Schwarzhandel und Bestechung seien an der Tagesordnung, ein Mordversuch sei von Beamten vertuscht worden. Die Staatsanwaltschaft untersucht die Vorwürfe.

Ein Häftling habe etwa bereits drei junge Männer sexuell missbraucht, alle Übergriffe seien jedoch vertuscht worden, so der Insasse in seinem Brief. Einzige Konsequenz: Er durfte nicht mehr in der in der Justizanstalt arbeiten. Eine Trennung von Insassen, wie sie eigentlich vorgesehen wäre, finde ebenfalls nicht statt, schreibt der Häftling. So würden erstmalige Täter teilweise mit Schwerverbrechern in einem Haftraum leben müssen.

Mordversuch soll vertuscht worden sein

Ausführlich beschreibt der Häftling auch einen Selbstmordversuch, den er als Mordversuch bezeichnet. Demnach sei ein Sexualstraftäter zu einem mehrfach extrem gewalttätigen Mann, der schon 14 Jahre in Stein und Karlau gesessen habe, in die Zelle gelegt worden. Als der Sexualstraftäter sich nach angeblich wochenlanger Erniedrigung und Psychoterror erhängen wollte, wurde er mit massivem Blutverlust ins LKH gebracht. Er habe mehrere Platzwunden am Kopf gehabt, verursacht durch massive stumpfe Gewalteinwirkung von außen.

In der Justizanstalt würde zudem der Schwarzhandel florieren, mit Drogen und Wertgegenständen würde das Schweigen von Justizbeamten gekauft, zitiert ORF.at die Vorwürfe aus dem Brief. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in einem Fall von sexuellen Missbrauchs eines Häftling, die übrigen Vorwürfe würden "sorgfältig untersucht".

Zuletzt Justiz-Skandal in Stein

Erst vor wenigen Wochen hatte es in der berüchtigten Justizanstalt Krems-Stein einen Skandal gegeben. Justizbeamte hatten sein.

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