Österreich

Häftlinge in Herkunftsland zurückgeschickt

Die Justiz in Österreich muss sparen: Um die Gefängnisse zu entlasten, werden ausländische Häftlinge in ihre Heimat zurückgeführt.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:37

Laut dem Justizministerium befinden sich rund 9.000 Personen in den österreichischen Gefängnissen, wovon über die Hälfte Ausländer sind. Seit einiger Zeit werden diese immer häufiger in ihr Herkunftsland zurückgeschickt.

Ein Häftling ist nämlich nicht gerade billig: Laut dem Ministerium belaufen sich die Kosten pro Person auf ungefähr 120 Euro pro Tag. Im Vorjahr wurden 202 Insassen in ihre Heimat überführt. Dadurch konnte man insgesamt 30 Millionen Euro sparen.

Rumänen an der Spitze

Von den 202 Strafgefangenen waren 196 EU-Bürger. Den größten Teil machten Rumänen aus: 72 wurden in ihre Heimat geschickt. Jeweils 21 Deutsche und Slowaken sowie 12 Bulgaren wurden in ihre Herkunftsländer zurückgeführt.

Heuer wurden bereits 70 Häftlinge in ihre Heimat gebracht. Auch hier liegen die Rumänen mit 21 Insassen wieder an der Spitze.

Laut "Profil" würden die meisten Häftlinge aus Serbien und Rumänien stammen. Danach folgen die Türkei, die Slowakei und Algerien. (slo)

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